Christian Ludwig Attersee wird 80

Ausstellungsreigen und Neuauflage seiner Biografie zum Geburtstag

Daniela Gregori, Rainer Metzger: Attersee. Die Biografie. Brandstätter Verlag, 352 Seiten, 40 Euro
Daniela Gregori, Rainer Metzger: Attersee. Die Biografie. Brandstätter Verlag, 352 Seiten, 40 Euro ©

Christian Ludwig Attersee gehört zu den meistbeachteten österreichischen Künstlern. Morgen feiert der Maler, Musiker, Schriftsteller, Filmemacher, Bühnenbildner und Segler seinen 80er. Begangen wird der runde Geburtstag des Multi-Künstlers mit mehreren Ausstellungen und einer aktualisierten Auflage seiner Biografie.

Eröffnet wird der Ausstellungsreigen am 29. August mit einer großen Schau im Wasserschloss Parz bei Grieskirchen in Oberösterreich. In der Ausstellung mit dem Titel „Attersee — Himmel und Erde“ werden 75 neue, bisher nicht gezeigte Bilder etwa zehn großformatigen Werken aus den 1980er-Jahren gegenüber gestellt. In Wien widmet die Galerie Ernst Hilger in der Dorotheergasse ab 8. September dem Künstler die Ausstellung „Christian Ludwig Attersee — Haus im Dschungel“. Mit dem „Äpfelfärber“-Zyklus werden über 50 neue Arbeiten zu sehen sein. Im November folgt eine weitere Ausstellung in der Galerie Frey in Salzburg.


Der Brandstätter Verlag hat die 2010 erschienene Biografie des vielseitigen und vielfach ausgezeichneten Künstlers neu aufgelegt.

Vielfältiger Künstler

Attersee wurde am 28. August 1940 als Christian Ludwig in Bratislava geboren, seinen Künstlernamen wählte er ab 1966 in Anspielung an seine Erfolge als Segelsportler, wo er es zum dreifachen österreichischen Staatsmeister brachte. Seine Jugend hatte er in Aschach bei Linz und am Attersee verbracht. Schon 1951 begann Attersee Kurzromane zu schreiben, erste Lieder zu dichten, Comics zu zeichnen und Bühnenbilder zu entwerfen. Von 1957 bis 1963 studierte er Bühnenarchitektur und Malerei an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst. Dort unterhielt er Kontakte zur Gruppe der Wiener Aktionisten. Zwischen 1963 und 1965 entstanden Attersees erste Bilderzyklen, „Wetterbilder“ und „Regenbogenanomalien“. 1965 übersiedelte er nach Berlin, wo er seine erste Ausstellung zeigte.

Sein zwischen figurativen Darstellungen und überbordender Fantastik changierendes Werk, dem der Einfluss der Pop Art anzumerken ist, ist von Ideenreichtum, Vielfalt, Sinnlichkeit, Expressivität und Witz geprägt, wobei die Gefahr des Dekorativen nicht immer umschifft wird.

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