Christina Sweeney-Baird: Die andere Hälfte der Welt

Die Pandemie geht von Schottland aus — und das Virus ist noch fieser als Corona: Es tötet Männer in kürzester Zeit. Diese bedrohliche Situation hat Christina Sweeney-Baird in ihrem dystopischen Roman „Die andere Hälfte der Welt“ schon vor Covid inszeniert.

Das Buch zeigt, wie sich eine Welt neu formieren könnte, in der nur Frauen vor der Krankheit immun sind — und wie diese mit den Folgen umgehen. Es sind sehr viele Charaktere — von der Wissenschafterin auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das Virus über Ehefrauen, die Männer und Söhne verlieren, bis zur Geheimdienstmitarbeiterin, die am Aufbau einer neuen Gesellschaft mitarbeitet —, deren Schicksale die Autorin zu einem großen Ganzen zusammenführt.

Der Roman wirft einen Blick auf Politik und Gesellschaft, beschwört durchaus plausibel erscheinende Schreckensgespenste herauf und bietet die Unterhaltung, die man von einer Mischung aus Science-Fiction und Drama erwarten darf. Beim britischen Publikum ist „Die andere Hälfte der Welt“ jedenfalls sehr gut angekommen.

Wie erklärt die in London lebende Autorin das Interesse an einem solchen Stoff trotz echter Pandemie? „Es ist tröstlich, über ähnliche Erfahrungen zu lesen. Und es gibt ein Ende, einen Abschluss. Im wahren Leben wissen wir ja noch immer nicht, wie es mit Covid weitergeht.“

Christina Sweeney-Baird: Die andere Hälfte der Welt. Heyne, 496 Seiten, 18,50 Euro

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