Christine Lavant Preis geht an Schweizer Autor Klaus Merz

Der Schweizer Autor Klaus Merz erhält den Christine Lavant Preis 2018. Er sei „ein Meister der poetischen Verdichtung, ein Autor, der seine Worte lange wiegt und lange wägt, bevor er sie aus den Händen gibt“, heißt es in der Begründung des Beirats vom Mittwoch. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird am 7. Oktober im Wiener Radiokulturhaus übergeben.

Der Preis für Lyrik und Prosa wird seit 2016 von der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft 2016 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben, die in ihrem „literarischen Schaffen hohen ästhetischen Anspruch mit humaner Haltung und gesellschaftskritischem Blick vereinen“. Den ersten Christine Lavant Preis erhielt die deutsche Autorin Kathrin Schmidt.

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Klaus Merz, geboren 1945 in Aarau, ist ausgebildeter Sekundarlehrer und arbeitet heute als freier Erzähler und Lyriker. Er debütierte 1967 mit „Mit gesammelter Blindheit“, sein bekanntestes Werk ist der Roman „Jakob schläft“ (1997), der eine Familiengeschichte um die Leerstelle eines bei der Geburt verstorbenen Bruders erzählt. Seit vielen Jahren erscheint das Werk von Klaus Merz im Innsbrucker Haymon-Verlag.