Christine Ostermayer erhält Großen Diagonale-Schauspielpreis

Die Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin Christine Ostermayer wird am 8. Juni bei der Eröffnung der Diagonale‚21 in der Helmut List-Halle den Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur erhalten. Sie wird die Auszeichnung – es handelt sich um ein Kunstobjekt von Verena Dengler – persönlich in Graz entgegennehmen, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung der Veranstalter des Filmfestivals.

„Sie machen sich lächerlich, wenn Sie mich auszeichnen!“ – so habe Ostermayer darauf reagiert, als sie die Nachricht von ihrer Ehrung erfuhr. „Resches Idiom, umschmeichelt von unvergleichlichem Charme – Christine Ostermayer ist eine einnehmend herzliche Person“, lautete es in der Aussendung. Die Jury (Ute Baumhackl, Christian Konrad, Julia Franz Richter, Julia Stemberger und Hüseyin Tabak) begründete die Entscheidung mit den Worten: „In vielen und vielfältigen Rollen stellt Ostermayer unter Beweis, wie einfühlsam, schlicht und echt sie ihre Arbeit ausgestaltet. Jüngst erst in der Rolle einer fragilen, klugen, herzenswarmen Großmutter in ‘Ein bisschen bleiben wir noch‚ (R: Arash T. Riahi, AT 2020), in den letzten Jahren unter anderem als Liebhaberin in ‘Anfang 80‚ (R: Sabine Hiebler, Gerhard Ertl, AT 2011) oder als demenzkranke Frau in ‘Nebenwege‚ (R: Michael Ammann, DE 2014).“

Ihre Karriere umspanne eine ganze Ära und ein breites Feld an Theater-, Fernseh-, Film- und Hörspielrollen, „in denen sie – als Leading Lady genauso wie in Charakterrollen – ihren Figuren eine innige Tiefe verleiht“. Christine Ostermayer sei eine Schauspielerin mit Humor, Geist, Feingefühl, meint die Jury weiter und ergänzt: „Eine Menschendarstellerin, die leuchtet, ohne ständig prunken zu müssen. Somit zeichnet dieser Preis ein langes, lebendiges und beeindruckendes Schauspielerinnenleben aus, das auf gleichbleibend hohem Niveau die österreichische Film- und Theaterwelt seit Jahrzehnten bereichert.“

Nach dem Schauspielpreis für ihre gefeierte Darbietung in „Anfang 80“ bei der Diagonale‘12 ist es bereits die zweite Auszeichnung für Ostermayer im Rahmen des Festivals des österreichischen Films. Es wird 2021 aufgrund der gesetzlichen Sperrstunden- und Abstandsregelung mit zwei aufeinanderfolgenden Vorstellungen von Arman T. Riahis „Fuchs im Bau“ (AT 2020) eröffnet. Nach Absage der Diagonale’20 wird auch die Vorjahrespreisträgerin Ursula Strauss den Großen Diagonale-Schauspielpreis am 8. Juni persönlich entgegennehmen. Die Verleihung erfolgt bei der ersten Eröffnungsvorstellung am Nachmittag. Das Eröffnungsfest muss Covid-19-bedingt leider entfallen.

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