Christopher Just: Der Moddetektiv besiegt Corona

Die zweite Welle der Corona-Pandemie rast ungebremst um den Erdball. Die Wiener Bevölkerung ist bereits um die Hälfte dezimiert.

Die Corona-Hotline 1450 dient nur dazu, den Anrufern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Verrückte Sektenmitglieder ermorden Menschen mit Antikörpern und trinken deren Blut. Das ist das Umfeld des neuen Romans „Der Moddetektiv besiegt Corona“.

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Der Autor Christopher Just (52) konfrontiert seinen Wiener Privatermittler Johnny Augustin Sandemann in der nahen Zukunft mit den die Menschheit bedrohenden Auswirkungen von Covid-19. Das Szenario ist apokalyptisch, und Just malt es lustvoll in betont schnoddriger und verstiegener Sprache aus.

Denn nach dem ausgiebigen Baden in Schreckensbildern und dem Kontrast zur Coolness des modebewussten Mods im Zentrum des Geschehens wandelt sich der Roman zum Corona-Krimi, der mit dem Einfliegen der bipolaren CIA-Agentin Tracy Contact immer stärker nach den bewährten Plots von James Bond Filmen funktioniert, gleichzeitig aber als Parodie auf einschlägige Endzeit-Thriller gelesen werden kann.

Als „das Böse“ dient die Sekte der „Apokalyptischen Annieser“, deren Oberbösewichte namens Coronald Covidel und Pan d’Emie mittels einer „Superspreader“-Maschine das Virus über die Welt verteilen wollen.

Christopher Just: Der Moddetektiv besiegt Corona, Milena Verlag, 384 Seiten, 23 Euro

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