Chips der „Hot Chip Challenge“ sind zu scharf

Der Chip hatte bereits mehrere Notarzteinsätze ausgelöst © APA/dpa/Doreen Garud

Die Firma KC Trading hat die in Tschechien produzierten scharfen Chips „Hot Chip Challenge“ zurückgerufen – der Snack könnte gesundheitsgefährdende Mengen des „Scharfmachers“ Capsaicin enthalten. Der Verzehr könne zu Haut- und Schleimhautreizungen, Übelkeit und Erbrechen oder Kreislaufbeschwerden führen, teilte das Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Geseke am Freitag mit.

Ein Sprecher des Herstellerunternehmens mit Sitz im Osten Tschechiens hatte bereits Mitte November mitgeteilt, dass das Produkt nicht mehr nach Deutschland geliefert werde. Nach Zwischenfällen, Notarzteinsätzen und Lebensmittelwarnungen darf das Produkt in Baden-Württemberg bereits nicht mehr verkauft werden.

Die Verpackung der „Hot Chip Challenge“ in der Form eines Sarges enthält einen einzigen extrem scharfen Tortillachip – sowie Latexhandschuhe zum Anfassen. Vor allem im Internet sind die „Hot Chips“ wegen ihrer Schärfe ein Phänomen, das sich per Videos in den sozialen Medien ausbreitet. Das Produkt wird als „Herausforderung für die Mutigsten“ beworben. Dank einer besonderen Gewürzmischung handle es sich um die schärfsten Chips der Welt.

Zu der von den Herstellern ausgerufenen „Challenge“ gehört, den ganzen Chip zu essen („Sag nicht, wir hätten dich nicht gewarnt“), den Verzehr und die Reaktion zu filmen sowie in sozialen Medien zu teilen und Freunde zu nominieren, es einem nachzutun.

In der Mitteilung von KC Trading vom Freitag hieß es, es sei festgestellt worden, dass der Capsaicingehalt zu hoch und als gesundheitsgefährdend einzustufen sei. Der Stoff Capsaicin ist verantwortlich für die Schärfe, die man beim Essen von Chilis spürt. Er kann auch medizinisch verwendet werden.

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