Coronavirus: Papst warnt vor überfüllten Gefängnissen

Die Coronavirus-Pandemie kann in Gefängnissen zu einer „Katastrophe“ werden. Davor warnte der Papst zu Beginn seiner gestreamten Frühmesse im Gästehaus Santa Marta.

Dabei appellierte er erneut an die Behörden, eine Lösung für Gefängnisinsassen zu finden. Das Problem sei in vielen Teilen der Welt akut.

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„Wo es Überbevölkerung gibt, besteht die Gefahr, dass ein schweres Unglück geschieht. Beten wir für die Verantwortlichen, die Entscheidungen treffen müssen, damit sie den richtigen und kreativen Weg finden, um das Problem zu lösen“, sagte der Heilige Vater.

Der Papst sprach auch das Problem der vielen armen Menschen in den Städten an. Sich nicht mit dem Problem der Armen zu beschäftigen, sei „Verleugnung“.

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„Es gibt viele arme Menschen, es gibt die arme Person, die wir sehen, aber die große Menge der Armen sind diejenigen, die wir nicht sehen, weil wir in der Kultur der Gleichgültigkeit leben“, sagte der Papst.

Es sei zur Gewohnheit geworden, die Armen als einen Bestandteil der Städte zu betrachten, als wären sie Statuen. Dabei seien die Armen Opfer der „strukturellen Ungerechtigkeit der Weltwirtschaft“.

Der Papst kritisierte auch all jene ehrenamtlichen Organisationen, in denen so viele Angestellte arbeiten und in denen die Struktur daher „sogar 40 Prozent“ der Spenden kostet. Dies „ist ein Weg, um Geld von den Armen zu nehmen“, kommentierte er.

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