Coronavirus: Schweiz meldete ersten Todesfall

Die Schweiz hat ihren ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Eine mit dem Erreger infizierte Patientin sei in der Nacht zum Donnerstag in einem Krankenhaus in Lausanne gestorben, teilte die Polizei im Kanton Waadt mit. Die 74-Jährige war demnach am Dienstag in das Krankenhaus eingeliefert worden.

Für die Patientin bestand ein erhöhtes Risiko, sie litt an einer chronischen Erkrankung, wie es hieß vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und den Behörden des Kantons. In der Schweiz wurden bisher 58 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, das die Atemwegserkrankung Covid-19 auslösen kann. Der erste Fall wurde in der vergangenen Woche bekannt. Bei 2.675 Personen mit Verdacht auf eine Ansteckung fielen die Tests negativ aus. Zahlreiche Personen wurden unter Quarantäne gestellt.

Bereits am Freitag hatte die Schweizer Regierung Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern verboten, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Neben Hygienemaßnahmen wie beispielsweise häufigem gründlichen Händewaschen empfehlen die Behörden inzwischen auch, auf Händeschütteln zu verzichten und Abstand zu Mitmenschen zu halten.

Das neuartige Coronavirus hatte im Dezember von China seinen Ausgang genommen. Mittlerweile wurden mehr als 95.000 Infektionen in mehr als 80 Ländern und Gebieten nachgewiesen, mehr als 3.200 Infizierte starben.

Am Donnerstag meldeten auch Ungarn, Slowenien und Bosnien ihre ersten Infektionsfälle. In Ungarn würden zwei infizierte iranische Studenten medizinisch betreut, teilte Regierungschef Viktor Orban in einer Videobotschaft im Online-Netzwerk Facebook mit. Sie seien anscheinend symptomfrei. Ein Arzt des behandelnden Krankenhauses in Budapest sagte, die Kontaktpersonen der kürzlich aus dem Iran zurückgekehrten Infizierten würden unter Quarantäne gestellt.

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In Slowenien handelte es sich bei dem ersten Coronavirus-Fall um einen um die 60 Jahre alten Patienten, der kürzlich aus Marokko via Italien eingereist sei, wie Gesundheitsminister Ales Sabeder sagte. Er werde nun in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Ljubljana behandelt.

In Bosnien wurde das Virus bei einem Mann nachgewiesen, der in Italien gearbeitet hatte. Er sei in einem Krankenhaus in der Region Banja Luka isoliert worden, teilte der Gesundheitsminister des serbischen Teils von Bosnien, Alen Seranic, mit. Bei Tests im Umfeld des Mannes sei das neuartige Coronavirus auch bei einem Kind nachgewiesen worden.

Italien ist der größte Herd des neuartigen Coronavirus in Europa. Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes starben inzwischen mindestens 107 Menschen im Land an dem Erreger, die Zahl der bestätigten Ansteckungsfälle stieg auf 3.089.

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