Extremregen setzt Wohnviertel in Sydney unter Wasser

Ganze Straßenzüge stehen unter Wasser © APA/AFP/GLENN NICHOLLS

Eine weitere Nacht mit Extremregen hat in der australischen Küstenmetropole Sydney ganze Straßenzüge unter Wasser gesetzt und erhebliche Schäden angerichtet. Die für die Trinkwasserversorgung der Millionenstadt verantwortliche Warragamba-Talsperre lief am Samstagmorgen (Ortszeit) über, weitere Staudämme sollten die Belastungsgrenze laut den Behörden im Tagesverlauf erreichen. Anrainer in niedrig gelegenen Wohngebieten wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Mehrere Brücken wurden gesperrt. In mehr als 150 Fällen mussten Bewohner des Bundesstaats New South Wales aus ihren von den Wassermassen eingeschlossenen Häusern oder Autos gerettet werden, wie der Katastrophenschutz mitteilte – die Hälfte davon in der Metropolregion Sydney.

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Bereits tags zuvor war in der Ostküstenmetropole die höchste Niederschlagsmenge seit zwei Jahren verzeichnet worden – innerhalb von 24 Stunden fiel fast so viel Regen wie sonst durchschnittlich im gesamten Monat April. Der Boden war also bereits übersättigt, und in der Nacht darauf kam es noch schlimmer: Bis Samstagmorgen gingen abermals 100 bis 200 Millimeter, stellenweise sogar mehr als 250 Millimeter nieder.

Laut dem Katastrophenschutz unterstützten mehr als 4.000 freiwillige Helfer die Behörden bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten. Im öffentlichen Nahverkehr kam es zu massiven Behinderungen, viele Züge, Busse und Fähren standen still. Örtlich kam es Erdrutschen, an Hanglagen landeten große Felsbrocken mitten auf Straßen. Am Flughafen von Sydney lief der Betrieb dagegen wieder weitgehend normal, nachdem am Vortag zahlreiche Verbindungen gestrichen oder anfliegende Maschinen umgeleitet worden waren.

Die Behörden rechnen damit, dass die Überschwemmungsgefahr wegen des aus höher gelegenen Gebieten und Staudämmen abfließenden Wassers noch Tage anhalten wird. Das Unwetter sollte unterdessen entlang der Küste weiter gen Süden ziehen. Bewohner der südlichen Vorstädte wappneten sich für eine ähnliche Extremlage wie in Sydney.

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