BOKU-Studie zeigt: Kühe sind keine Klimakiller

Landwirtschaft trägt nur 10,8 Prozent zu Treibhausgas-Emissionen bei, Tendenz sinkend – Tierisches Methan wird binnen zwölf Jahren abgebaut

Die Wiederkäuer sorgen in Österreich nicht nur für eine attraktive Landschaft, sondern emittieren auch deutlich weniger klimaschädliche Emissionen, als oftmals behauptet.
Die Wiederkäuer sorgen in Österreich nicht nur für eine attraktive Landschaft, sondern emittieren auch deutlich weniger klimaschädliche Emissionen, als oftmals behauptet. © LK OÖ

Schon seit längerem wehrt sich die heimische Landwirtschaft gegen Vorwürfe der Klimaschützer, die Rinderhaltung wäre hauptverantwortlich für die schädlichen Treibhausgasemissionen.

Nach Ansicht der Aktivisten könnte eine Umstellung der Ernährung weg von Fleisch zu pflanzlichen Produkten das Klima retten, was laut einer aktuellen Studie von Stefan Hörtenhuber vom Institut für Nutztierwissenschaften an der BOKU aber nicht der Fall ist.

Emissionen rückläufig

Laut einer Studie des Wissenschafters ist die negative Auswirkung des Treibhausgases Methan, das durch die Atmung der Wiederkäuer in die Atmosphäre gelangt, in Österreich deutlich geringer, als mit üblichen Berechnungsmethoden. Konkret liegt sie je Kilo Milch um 50 Prozent und je Kilo Rindfleisch um 40 Prozent niedriger.

Grund: Der Anteil der Landwirtschaft am Treibhausgasausstoß beträgt nur 10,8 Prozent. In absoluten Zahlen sind die Emissionen im Zeitraum 1990 bis 2020 sogar deutlich zurückgegangen, während es im Bereich Verkehr eine deutliche Zunahme gibt. Dazu kommt, dass tierisches Methan ein kurzlebiges Klimagas ist, das in der Luft binnen zwölf Jahren zu Wasser und CO2 abgebaut wird.

„Immer mehr Fakten wiesen darauf hin, dass die pauschalen Vorwürfe gegen die Haltung von Wiederkäuern in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung ungerechtfertigt sind“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger.

Zudem würden die Betriebe stark auf heimische Futtermittel setzten, die ohne künstliche Bewässerung produziert werden. Waldenberger sieht aber bei importierten Futtermitteln Potenzial, um die Klimabilanz der Landwirtschaft zu optimieren.

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