Für Quälen von Kindern gezahlt: Oberösterreicher in Haft

Das Quälen von Kindern bestellt: OÖ Polizei erwischte Mann © APA/THEMENBILD/EVA MANHART

Ein Oberösterreicher soll sich rund zwei Jahre lang Online-Missbrauch von unmündigen philippinischen Mädchen via Webcam bestellt haben. Für nur 35 Euro seien die Kinder bei Online-Treffen auch „unter besonders erniedrigender Weise“ gequält worden, wie die Polizei der APA auf Anfrage mitteilte. Am vergangenen Montag klickten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried die Handschellen. Bei einer Hausdurchsuchung wurden mehrere Datenträger beschlagnahmt.

Der Mann ist Amtsleiter einer Gemeinde in Oberösterreich, wie der Rieder Staatsanwaltssprecher Alois Ebner gegenüber der APA einen Online-Bericht der „Kronen Zeitung“ bestätigte. Für die Missbrauchstaten soll er laut Krone-Bericht auch einen Computer der Gemeinde benutzt haben. Wie viel Geld für die Missbrauchstaten der Verdächtige insgesamt ausgab, ist noch nicht bekannt, teilte Ebner auf APA-Anfrage mit. Angesichts des Zeitraums von etwas mehr als zwei Jahren gehe man aber von mehreren Überweisungen aus.

Der Festgenommene zeigte sich in einer ersten Einvernahme umfassend geständig. Bis zuletzt suchte er immer wieder über unterschiedliche Chat-Plattformen Kontakt zu einer Vielzahl von unmündigen Mädchen. Dabei soll es sich laut Auskunft der Polizei um englischsprachige Portale im Ausland gehandelt haben. Er habe dabei Kinder dazu verleitet, sexuelle Handlungen an sich selbst zu vollziehen, berichtete die Polizei.

Auf die Schliche kam man dem Mann durch den Hinweis einer ausländischen Sicherheitsbehörde. Der Oberösterreicher wurde in die Justizanstalt Ried eingeliefert und es wurde Untersuchungshaft verhängt. Die Auswertung der beschlagnahmten Daten erfolgt über einen gerichtlich beeideten Sachverständigen und wird noch Zeit beanspruchen, wie die Polizei in einer Presseaussendung mitteilte. Von 6. Jänner 2021 bis 10. Februar 2023 soll er mehrmals mit philippinischen Staatsangehörigen Kontakt aufgenommen haben, um die Untaten per Videochat zu verüben.

Erst im vergangenen November war ein 37-Jähriger in Wels wegen ähnlicher Delikte nicht rechtskräftig zu 15 Jahren Haft verurteilt und in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen worden. Er soll sich an vier Mädchen in OÖ vergangen, seit 2017 Tausende Kindesmissbrauchsdarstellungen gesammelt und in Live-Chats Missbrauch in Südostasien beauftragt und angesehen haben.

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