Kärntner Polizei stoppte Betrugsopfer mit Gold im Auto

Die Pensionistin hatte Goldmünzen im Auto (Symbolbild) © APA/Karl-Heinz Bärtl/A9999 Karl-Heinz Bärtl

Eine 78 Jahre alte Pensionistin aus Osttirol hat am Donnerstag großes Glück gehabt, dass sie von der Polizei beim Telefonieren während der Autofahrt erwischt wurde. Sie war nämlich Opfer eines Betrugsversuchs.

Mit Goldmünzen im Wert von weit mehr als Hunderttausend Euro fuhr die Frau durch Kärnten in Richtung Bischofshofen, um dort eine Kaution für ihre Tochter zu hinterlegen. Diese habe einen tödlichen Unfall verursacht, ließen sie die Täter glauben.

Ein vermeintlicher Kriminalbeamter hatte die 78-Jährige angerufen und ihr die Geschichte vom Verkehrsunfall vorgelogen. Die Pensionistin müsse nun mehrere Zehntausend Euro Kaution in Bischofshofen hinterlegen, sonst müsse die Tochter in Haft bleiben.

Weil sie so viel Bargeld nicht zuhause hatte, musste die Frau ihre Goldbestände zusammenpacken und damit losfahren. Im Auto hielten die Täter telefonisch Kontakt zu ihrem Opfer, die Frau durfte nicht auflegen.

Bei Steinfeld (Bezirk Spittal an der Drau) wurde die Osttirolerin von der echten Polizei angehalten, weil sie während der Fahrt ohne Freisprechanlage telefonierte. Die Frau reichte dem Beamten ihr Handy, da sei die Kriminalpolizei dran. Als sich dieser mit „Polizei Steinfeld“ meldete, brach der Täter das Gespräch ab. Nachdem sie die Geschehnisse geschildert hatte, klärte der Beamte die Frau auf, dass sie beinahe Opfer eines Betrugs geworden wäre.

Ein Anruf bei ihrer Tochter brachte der Frau dann die Sicherheit: Diese war in keinen Unfall verwickelt. Die 78-Jährige machte sich wieder auf den Heimweg. Strafzettel wegen Telefonierens am Steuer bekam sie keinen. Die Beamten beließen es bei einer Verwarnung.

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