Neue Technik: Lkw werden beim Vorbeifahren kontrolliert

Innovative Software erleichtert Überwachung von Lenk- und Ruhezeiten

Durch Übermüdung von Fahrzeuglenkern herbeigeführte Unfälle sollen vermieden werden.
Durch Übermüdung von Fahrzeuglenkern herbeigeführte Unfälle sollen vermieden werden. © Drazen-stock.adobe.com

Auf eine neue Software zur Überwachung der Lenk- und Ruhezeiten im Schwerverkehr setzt die Polizei künftig in Niederösterreich. Beamte können damit Manipulationen und Veränderungen am digitalen Kontrollgerät bereits bei der Vorbeifahrt feststellen. Übertretungen sollen rasch und ohne Anhaltung erkannt und geahndet werden.

Dazu übergab Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Donnerstag 63 mit der neuen Auswerte-Software ausgestattete Laptops an die Landesverkehrsabteilung Niederösterreich. Generelles Ziel ist, durch Übermüdung von Fahrzeuglenkern herbeigeführte Unfälle zu vermeiden und damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

„Niederösterreich verfügt über ein weitverzweigtes, hochrangiges Straßennetz, das einen großen Teil des österreichischen Schwerverkehrs trägt. Für die Landesverkehrsabteilung Niederösterreich bedeutet das eine große Herausforderung. Die Auswerte-Software ist ein wichtiges Tool, um dieser Herausforderung noch besser begegnen zu können“, so der Innenminister. Laut NÖ-Landespolizeidirektor Franz Popp ermöglicht die neue Software effizienteres Arbeiten: „Dies schont Ressourcen, die in anderen Bereichen eingesetzt werden können.“

In Österreich wurden 2023 mehr als 83.000 Schwerverkehrskontrollen durchgeführt. Festgestellt und geahndet wurden dabei in Summe mehr als 224.000 Übertretungen. Dazu zählten unter anderem technische Fahrzeugmängel, Missachtungen der Lenk- und Ruhezeiten sowie Mängel bei der Ladungssicherung.

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