ÖAMTC zieht Bilanz: Mehr als 86.000 Verkehrstote seit 1961

Verbesserung der Verkehrssicherheit — Die Zahl der Unfälle auf Österreichs Straßen geht seit Jahrzehnten deutlich zurück

Jeden Tag sterben in Österreich Menschen an den Folgen von Verkehrsunfällen. Laut Statistik Austria haben im Jahr 2023 bereits 351 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben verloren.

Anlässlich des Gedenktages für Straßenverkehrsopfer zieht der ÖAMTC Bilanz: Seit 1961 sind in Österreich 86.500 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, Zahlreiche Maßnahmen wurden seither erfolgreich gesetzt, um die Anzahl der Todesopfer zu minimieren.

Waren es 1972 noch 2948 Verkehrstote, sind im Jahr 2022 trotz wachsender Bevölkerungs- sowie Kfz-Zulassungszahlen und gesteigerter Mobilität 370 Menschen tödlich verunglückt.

Gurtenpflicht, Kindersitze und Alkolimit halfen

Neben einer verbesserten medizinischen Versorgung haben vor allem die Einführung der Gurtenpflicht, sowie die verpflichtende Nutzung von Kindersitzen und ein Alkohol-Limit von 0,5 Promille dazu beigetragen, dass im Straßenverkehr weniger Menschen sterben.

Um die „Vision Zero“ — eine Welt ohne Verkehrstote — zu erreichen, gibt es aber noch eine Menge zu tun, sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nosé: „Maßgebend wird sein, wie rücksichtsvoll und vorausschauend sich Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr bewegen. Vor allem Ablenkung hinter dem Steuer ist – nicht nur in Österreich – eine große Gefahr.“

Negativ-Trend bei Fahrradunfällen

Eine negative Entwicklung zeigt sich bei den Zweirädern. Die Anzahl der Unfälle mit Radfahrern ist um 70 Prozent gestiegen. „Es ist wichtig, weiterhin in sichere Radinfrastruktur zu investieren sowie mehr Bewusstsein für das Tragen eines Helmes zu schaffen. Außerdem ist es unerlässlich, die Handhabung von E-Bikes zu trainieren“, so der ÖAMTC-Experte.

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