99,52 Prozent aller Sirenen heulten bei Zivilschutz-Probe

Am Samstag ist der jährliche österreichweite Zivilschutz-Probealarm über die Bühne gegangen. Insgesamt 8.302 Sirenen wurden auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet, dabei funktionierten 99,57 Prozent (8.266 Sirenen) einwandfrei. Keine Ausfälle gab es laut Innenministerium im Burgenland und in Vorarlberg, jeweils einen in Wien, Oberösterreich und Tirol, je drei in Salzburg und Kärnten. In Niederösterreich blieben zehn, in der Steiermark 17 Sirenen stumm.

Damit machten die 36 Ausfälle 0,43 Prozent aus. Im Vorjahr war die Ausfallquote bei 0,62 Prozent bzw. 52 Sirenen gelegen.

„Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern der Blaulicht- und Freiwilligenorganisationen sowie auch den Angehörigen des Bundesheeres für ihren großartigen Einsatz“, bilanzierte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) nach geglückter Übung. Österreich verfüge über ein umfassendes Warn- und Alarmsystem, das vom Innenministerium gemeinsam mit den Ämtern der Landesregierungen betrieben und aktuell um die Möglichkeit der SMS-Warnung weiterentwickelt wird: „Damit hat Österreich als eines von wenigen Ländern eine flächendeckende Sirenenwarnung.“

Zwischen 12 Uhr und 12.45 Uhr waren in ganz Österreich nach dem Signal „Sirenenprobe“ die drei Zivilschutzsignale „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“ ausgestrahlt worden. Der Probealarm dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems, andererseits soll die Bevölkerung mit diesen Signalen und ihrer Bedeutung vertraut gemacht werden.

Die Signale können derzeit von 8.302 Feuerwehrsirenen ausgestrahlt werden. Die Auslösung der Signale erfolgt je nach Gefahrensituation zentral von der Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) des Innenministeriums, von den Landeswarnzentralen der einzelnen Bundesländer oder den Bezirkswarnzentralen.

Heuer erfolgte auch wieder eine Testauslösung über das neue App-basierte Bevölkerungswarnsystem „KATWARN Österreich/Austria“, das für Smartphones, aber auch als SMS- und E-Mail-Dienst kostenlos zur Verfügung steht. Im Anlassfall lässt es sich gemeinsam mit den Sirenensignalen zur Warnung der Bevölkerung einsetzen.

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