1.100 Athleten werden bei den Special Olympics erwartet

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Headerbild_1920x700_NEU.jp © Special Olympics Österreich

Die Spannung steigt: Vom 14. bis 19. März gehen die Special Olympics Nationalen Winterspiele in der Steiermark über die Bühne. Austragungsorte sind Graz, Seiersberg-Pirka, Schladming und die Ramsau. Rund 1.100 Sportler mit intellektueller Beeinträchtigung, 400 Trainer und 600 Volunteers werden erwartet. Unter den 107 Delegationen gibt es auch Abordnungen aus Deutschland, Griechenland, Lettland, der Schweiz, Slowakei, Slowenien und Ungarn.

An vier Bewerbstagen werden zehn Sportarten ausgetragen: Ski Alpin, Ski Nordisch, Schneeschuhlauf, Stocksport, Floorball, Tanzsport, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Klettern und MATP. Die Lebenshilfe Oberösterreich ist mit 52 Sportlern, 20 Mitarbeitern und sieben ehrenamtlich tätigen Personen dabei.

13 Athleten kommen dabei von der Lebenshilfe-Werkstätte Braunau, sechs von der Werkstätte bzw. dem Wohnhaus in Mattighofen und je drei aus Vöcklamarkt und Grein.

Wöchentliches Training der Stockschützen

Einmal pro Woche trainieren die Stockschützen der Lebenshilfe-Werkstätte Braunau in einer Stocksporthalle. „Wir machen zu Weihnachten kurz Pause, aber sonst sind alle das ganze Jahr über mit Leib und Seele beim Training dabei“, erzählt Martina Markovic, Lebenshilfe-Mitarbeitern und eine Trainerin der 13-köpfigen Mannschaft. Als Lohn für die gute Vorbereitung erhoffen sich die Sportler bei den Winterspielen „viele Medaillen“.

Mindestens genauso wichtig wie die sportlichen Erfolge sind der eingeschworenen Gruppe, die von zwei Trainern und vier Ehrenamtlichen begleitet wird, „nette Bekanntschaften“ und die tolle Stimmung beim gesamten Event: „Da sind viele Gänsehautmomente dabei.“ Markovic: „Die Stimmung und der Zusammenhalt, den man bei den Sportlern erlebt, sind etwas ganz Besonderes. Die Athleten haben eine ansteckende Begeisterung und können sich auch genauso gut für andere freuen.“

Medaillen ein tolles Plus

Ähnlich sehen es die Sportler aus Mattighofen: Die sechs Stockschützen freuen sich auf das gesamte Event – Medaillen wären ein tolles Plus oben drauf. Fünf der sechs Herren trainieren bereits jahrelang einmal in der Woche, einer ist im September neu dazugekommen.

Beim Schießen komme es auf die richtige Technik sowie den Fokus an. „Ich achte darauf, dass mich die Athleten immer im Blickfeld haben“, erklärt Anita Schrattenecker. Die Lebenshilfe-Mitarbeiterin trainiert die Truppe bereits mehrere Jahre und freut sich, gemeinsam mit einem Kollegen aus dem Wohnhaus, auch heuer wieder bei den Special Olympics dabei zu sein. Ihr Mann Josef begleitet die Sportler ehrenamtlich als Trainer zu den Winterspielen.

Von der Lebenshilfe-Werkstätte Vöcklamarkt gehen mit Jaqueline Frey, Bernadette Hemetsberger und Daniel Gruber drei wettkampferfahrene Sportler in der Disziplin MATP ins Rennen. Dabei handelt es sich um eine Sportart für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, bei der zehn Stationen bewältigt werden müssen. Die Athleten wollen „möglichst viele Medaillen mit nach Hause nehmen und dabei Spaß und Freude haben“, sind sich Frey, Hemetsberger und Gruber einig.

Ihre Chancen stehen auch ganz gut: Alle drei sind wettkampferfahren und seit mehr als zehn Jahren bei allen Nationalen Spielen erfolgreich am Start. In der Steiermark werden sie von den Lebenshilfe-Mitarbeitern Stefan Spießberger und Natalie Herzog betreut. Die Mutter von Bernadette Hemetsberger begleitet das Team ehrenamtlich.

MATP hält Menschen in Bewegung

MATP hilft Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, Fähigkeiten zu erhalten und auch neue Dinge zu lernen. Es ist für sie oft auch eine Vorbereitung für andere Sportarten wie Leichtathletik oder Boccia. Wenn die Menschen älter werden, können sie wiederum zu MATP zurückkehren und bleiben auf diese Weise in Bewegung.

Drei Sportler schickt auch die Lebenshilfe-Werkstätte Grein, sie gehen bei „Ski Nordisch“ und bei den Langlauf-Bewerben an den Start. Florian Stix, Mario Hahn und Johannes Schatz sind erfahrene Wettkämpfer und haben schon zahlreiche Medaillen mit nach Hause genommen. Zuletzt haben die drei mit ihrem Trainer Günther Wizany die Lungauer Langlauftage intensiv zur Vorbereitung für die Winterspiele genutzt und auch dort Edelmetall geholt.

Lebenshilfe-Mitarbeiter Wizany: „Es werden anstrengende Tage, aber ich mache das sehr gerne. Denn die Begeisterung und Freude, die man bei den Athleten miterlebt, sind einfach einzigartig. Diese Herzhaftigkeit gibt es so sonst nirgends.“

Mangels Schnee wird derzeit auf dem Hometrainer Kondition getankt. Die Nervosität halte sich in Grenzen, die Vorfreude würde eindeutig überwiegen „Am meisten freue ich mich darauf, Freunde zu treffen und das gesamte Rundherum, wie etwa die Eröffnungsfeier“, sagt Mario Hahn.

Die Teilnahme bei den Special Olympics Winterspielen kostet jeden Sportler rund 1.700 Euro, daher sind Sponsoren immer willkommen.

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