2023 mehr als 5 Millionen Lkw auf A1 bei Traun gezählt

Im Vergleich zum Jahr 2022 ist der Lkw-Verkehr auf Oberösterreichs Autobahnen leicht zurückgegangen

Lastwagen auf der Autobahn

Die Westautobahn bei Traun war im Vorjahr der Straßenabschnitt mit dem meisten Lkw-Verkehr, nicht nur in Oberösterreich, sondern in ganz Österreich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Knapp 5,3 Millionen Lkw haben die A1 bei Traun und Haid passiert. Im Vergleich zum Jahr 2022 ging die Zahl der Lkw hier zwar um rund 250.000 zurück, im Vergleich zum Jahr 2013 fuhren im Vorjahr aber um rund eine halbe Million mehr Lkw. Hinter Haid/Traun rangierte der Anschluss Asten/St. Florian auf der A1 an zweiter Stelle. Dort gab es 4,722 Millionen Lkw im Vorjahr.

Leichter Rückgang

Bei den 39 analysierten Zählstellen ging der Lkw-Verkehr im Vorjahr gegenüber dem Jahr 2022 leicht zurück. Die VCÖ-Analyse zeigt auch, wo auf den anderen Autobahnen und Schnellstraßen in Oberösterreich die Lkw-Hotspots sind: Auf der Innkreisautobahn (A8) bei Krenglbach fuhren mehr als vier Millionen Lkw, auf der Welser Autobahn (A25) bei Marchtrenk und Wels rund 3,8 Millionen, auf der Mühlkreisautobahn (A7) bei der Zählstelle Franzosenhausweg rund 1,9 Millionen und auf der Pyhrnautobahn (A9) bei Schölldorf rund 1,6 Millionen.

Hoher Transitverkehr

Durch Oberösterreich fahren viele Transit-Lkw. Da Kosten und Fahrzeit bei der Routenwahl eine zentrale Rolle spielen, bringt der Ausbau von Autobahnen und Schnellstraßen auch mehr Transit-Lkw. „Ein großer Transit-Lkw nutzt die Straße so stark ab wie rund 60.000 Pkw. Mit zunehmendem Lkw-Verkehr nehmen auch Straßenschäden zu, was wiederum zu Baustellen und in der Folge zu mehr Staus führt. Zudem bedeuten mehr Lkw mehr Abgase und Lärm für Anrainerinnen und Anrainer”, stellt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest.

Die Entlastung der Straßen, etwa durch die Verlagerung des Transportes auf die Schienen, ist auch laut VCÖ aus Sicht der Verkehrssicherheit wichtig. Wenn Lkw technische Mängel wie abgefahrene Reifen oder schlechte Bremsen aufweisen, wenn durch nicht Einhalten von Lenk- und Ruhezeiten Lkw-Fahrer übermüdet sind, dann nimmt das Unfallrisiko zu. „Lkw-Kontrollen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Deshalb sind die Kontrollkapazitäten zu erhöhen, um mehr Lkw mit Mängeln aus dem Verkehr ziehen zu können“, betont Jaschinsky. Durch häufigere Gewichtskontrollen kann die Zahl der Überladungen reduziert werden. Auch die Einhaltung der Tempolimits sei besser zu kontrollieren.

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