Anti-Gewaltmaßnahmen und null Toleranz bei organisierten Krawallen

Ausbau von Streetwork-Angeboten und verstärkte Prävention in Linzer Brennpunktschulen — Einsatzkräfte sind auf Halloween gut vorbereitete

Nach den Halloween-Ausschreitungen im Vorjahr erfolgten 154 Berichte an die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der schweren gemeinschaftlichen Gewalt.
Nach den Halloween-Ausschreitungen im Vorjahr erfolgten 154 Berichte an die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der schweren gemeinschaftlichen Gewalt. © APA/Fotokerschi.at

Nach den schweren Ausschreitungen vor einem Jahr während der Halloween-Nacht in Linz hat das Land Oberösterreich ein umfassendes Paket mit Anti-Gewalt- und Präventionsmaßnahmen umgesetzt.

Gleichzeitig gebe es aber „null Toleranz gegenüber organisierten Krawallen und Widerstand gegen die Staatsgewalt – wer hier rote Linien überschreitet, muss mit Konsequenzen rechnen“, betont Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer. 25 an den Krawallen beteiligte Personen wurden auch gerichtlich verurteilt.

„Respekt OÖ“

Gemeinsam mit der Polizei und Experten aus der Jugend- und Sozialarbeit wurde das Maßnahmenpaket „Respekt OÖ“ realisiert. Kernelement des Pakets waren Workshops zu Gewaltprävention in Linzer Brennpunktschulen, der Ausbau von Streetwork-Angeboten in Hotspot-Bereichen sowie die Einführung von Community-Peer-Ausbildung, um Gewaltprävention auch in der Community zu stärken.

Partner Familienbund

Ein weiterer wichtiger Partner in der Präventionsarbeit ist der Familienbund OÖ. „Unsere Aufgabe ist es, dass wir Kinder und Jugendliche davon abbringen, gewalttätig zu werden. Mit dem Familienzentrum Dialog des Familienbundes unterstützen wir bereits jetzt Jugendliche und deren Familien mit Migrationshintergrund. Künftig wollen wir diesen präventiven Ansatz auch im Rahmen eines digitalen Angebots ausbauen“, so Familienbund OÖ-Obmann und Linzer Vizebürgermeister Martin Hajart.

Polizei ist gerüstet

Nach den Ausschreitungen im letzten Jahr ist die Polizei für dieses Jahr gut vorbereitet. „Es werden daher heuer mehr Polizisten vor Ort sein. Wir sind hier auch in guter Abstimmung mit dem Verfassungsschutz. Die Polizisten haben bei den Ermittlungsarbeiten ausgezeichnete Arbeit geleistet: 154 Berichte erfolgten an die Staatsanwaltschaft, insgesamt wurden 25 Personen auch gerichtlich verurteilt“, betont Stadtpolizei-Kommandant Karl Pogutter.

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