Autofasten für eine gesunde Portion Bewegung

Wer zu Fuß, per Fahrrad oder mit Öffis unterwegs ist, spart Geld und hält sich fit

Mit dem Fahrrad entkommt man auch lästigen Staus.
Mit dem Fahrrad entkommt man auch lästigen Staus. © Kara - stock.adobe.com

Am Mittwoch beginnt die Fastenzeit. Ein Bündnis religiöser Gemeinschaften und die Mobilitätsorganisation VCÖ rufen nun zum 20. Mal Autofasten auf. Denn wer möglichst viele Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt, spart Geld und kommt auf eine regelmäßige Portion gesunde Bewegung.

„Gerade die Fastenzeit eignet sich gut, um bewusster zu leben und auch bewusster mobil zu sein. Das heißt, nicht aus Gewohnheit ins Auto steigen, sondern vorher überlegen, ob es Alternativen gibt, etwa kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen“, stellt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest.

Jeder 4. Alltagsweg per pedes oder mit dem Rad

Rund jeden 4. Alltagsweg legen die Oberösterreicher bewegungsaktiv zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Das Potenzial für mehr bewegungsaktive Mobilität ist groß, betont der VCÖ. Denn rund jede 12. Autofahrt ist in Gehdistanz.

Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, was bei vorhandener Rad-Infrastruktur gut mit dem Fahrrad bewältigbar ist. Sechs von zehn Autofahrten sind kürzer als zehn Kilometer, eine Distanz, die für einige mit herkömmlichem Fahrrad und für viele mit den weit verbreiteten Elektro-Fahrrädern gut zurückzulegen ist.

Bewegung erhöht Fitness

Wer statt im Auto zu sitzen, möglichst häufig zu Fuß oder mit dem Fahrrad mobil ist, integriert regelmäßige Bewegung in den Alltag. Auch die Kombination mit dem Öffentlichen Verkehr, indem man zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum nächsten Bahnhof unterwegs ist, bringt mehr Bewegung in den Alltag.

„Und diese stärkt das Immunsystem, erhöht die Fitness und beugt vielen Erkrankungen vor“, weist VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky auf den vielfachen Gesundheitsnutzen bewegungsaktiver Mobilität hin.

Regelmäßige Bewegung beugt unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ 2 Diabetes und anderen chronischen Erkrankungen vor. Damit erhöhen sich auch die gesunden, beschwerdefreien Jahre im Alter. Bewegung senkt auch das Risiko für Schlafstörungen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche.

Geldbörsen entlasten

Auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen tut zudem vor allem den Geldbörsen der Pendler gut: Mit dem Auto zu pendeln kostet beispielsweise auf der Strecke Wels – Linz alleine an Spritkosten im Schnitt rund 1.700 Euro pro Jahr. Mit dem Klimaticket OÖ, um 550 Euro im Jahr, spart man sich auf dieser Strecke mehr als 1.100 Euro pro Jahr, verdeutlicht der VCÖ.

Informationen und Anmeldemöglichkeit zum Autofasten: www.autofasten.at

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