Den Viren mit gestärktem Immunsystem begegnen

Ernährung, Bewegung und Saunieren unterstützen die Abwehrkräfte

In der kalten Jahreszeit haben Infekte wie Corona, Grippe oder RSV Hochsaison. „Viele Erreger können sich via Handkontakt übertragen“, weiß Infektiologe Rainer Gattringer vom Klinikum Wels-Grieskirchen. Gründliches Händewaschen ist die einfachste und wirksamste Maßnahme, aber auch Impfungen bieten einen guten Schutz. Denn auch durch Husten oder Niesen verteilen sich Krankheitserreger in der näheren Umgebung.

„Ein wichtiger Faktor, um das Immunsystem bestmöglich zu unterstützen, ist Abwechslung innerhalb der Lebensmittelgruppen“, erklärt Diätologe Manfred Braun vom Klinikum Grieskirchen.

Dazu zählen Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Gemüse und Salat, Obst, Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier bzw. Fette und Öle. Eine schonende Lagerung – kühl und lichtgeschützt – sowie eine nährstoffschonende Zubereitung – Dünsten, Dämpfen und indirektes Grillen – wird empfohlen.

Milchsäurebakterien, wie sie in Sauerteigbroten, Sauerkraut, sauer eingelegtem Gemüse, aber auch im Joghurt oder in der Buttermilch enthalten sind, tun der Darmflora gut. Die Schutzfunktion des Darms und die damit verbundene körpereigene Immunabwehrreaktion werden so unterstützt. Scharfes Kochen kurbelt wiederum die Durchblutung der Schleimhäute an, die Bildung von Krankheitserregern wird abgeschwächt.

Ausreichend trinken

Trocknet Heizungsluft die Schleimhäute im Nasen- und Rachenbereich aus, wird diese natürliche Barriere gegen Krankheitserreger lückenhaft. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (zwei Liter Wasser pro Tag), aber auch Spülungen mit Meerwasser reinigen und befeuchten den Nasen-Rachen-Raum. Luftbefeuchter und richtiges Lüften (Stoßlüften mehrmals am Tag) schaffen Abhilfe gegen trockene Raumluft.

Regelmäßige Wechselduschen von heiß auf kalt bringt den Kreislauf in Schwung. Auch Saunieren zeigt positive Auswirkungen auf Herz und Kreislauf und die Abwehr von Atemwegsinfekten.

Stress, Alkohol und Nikotinkonsum sollten gemieden, dafür aber auf ausreichend Schlaf geachtet werden.

„Ein körperlich aktiver Lebensstil beeinflusst nicht nur Körpergewicht und Muskelaufbau positiv, sondern auch den Blutdruck und das Immunsystem“, so Alexander Skreiner, Leiter der Physikalischen Medizin.

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