Die Zecken lauern schon: Höchste Zeit für die Impfung

Dangerous deer tick and small child legs in summer shoes on

Nicht nur die Pollen tauchen immer früher auf, auch die Zecken werden durch milde Winter schon früher aktiv als sonst. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn die Agentur für Ernährung und Gesundheit (AGES) bereits im Februar erste Zeckensichtungen meldet. Aus diesem Grund heißt es schon jetzt, auf sich und seine Familie zu achten, wenn man sich in die Natur begibt.

„Seit Jahren ist Oberösterreich der FSME-Hotspot im Österreichvergleich. Umso wichtiger ist es, dass auf die Schutzimpfung nicht vergessen wird“, sagt Ulrike Waltl, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Allgemeinmedizinerin und Impfreferentin in der oö. Ärztekammer.

Die Folgen einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Erkrankung können schlimm sein: „Die lebensbedrohliche Erkrankung an einer Gehirn- oder Gehirnhautentzündung kann nicht ursächlich behandelt werden. Es gibt also kein Medikament, das in kurzer Zeit eine Heilung bewirken kann“, so Waltl.

Symptome können sein: Hohes Fieber, massive Kopfschmerzen, schwere Bewusstseinseinschränkungen, neurologische Auffälligkeiten wie Lähmungserscheinungen an Armen und Beinen sowie Sprach- und Atemstörungen. Manches kommt erst hinterher: „Als Spätfolge der Gehirnhautentzündung können neurologische Probleme bestehen bleiben, auch Todesfälle kommen immer wieder vor“, warnt Dr. Waltl.

Die gut wirksame, bereits lang erprobte FSME-Impfung besteht als Grundimmunisierung aus drei Teilen und ist für Kinder ab dem 1. Geburtstag zu empfehlen – sie ist aber nicht kostenlos. Die erste Auffrischung ist nach drei Jahren, danach alle fünf Jahre fällig. Ab dem 60. Lebensjahr sollte man sich wieder alle drei Jahre auffrischen lassen. Informationen erhalten Sie bei Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt bzw. Kinderärztin/Kinderarzt.

Zeckenentfernung mit Pinzette durch gerade Bewegung vom Körper weg

Sollten Sie nach einem Ausflug eine Zecke an sich entdecken, dann entfernen Sie diese sogleich. Andernfalls besteht die Gefahr einer Infektion mit Lyme-Borreliose, gegen die es keine Impfung, aber eine Behandlung mit Antibiotika gibt. Entfernen Sie die Zecke vorsichtig mit einer Pinzette durch eine gerade Bewegung vom Körper weg, ohne sie dabei zu zerquetschen. Danach desinfizieren Sie die Stichstelle. Bitte träufeln Sie keine Öle auf die festgesaugte Zecke.

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