Experten warnen: Jedes Jahr 200 Vergiftungen durch Kohlenmonoxid

Das gefährliche Gas entsteht auch bei der Lagerung von Pellets — Generatoren dürfen ausschließlich im Freien betrieben werden

Rund 200 Kohlenmonoxid-Vergiftungen ereignen sich jedes Jahr in Österreich. Besonders während der Heizsaison ist Vorsicht geboten, doch auch von Pellets und Stromgeneratoren geht Gefahr aus, warnen die Brandverhütungsstelle (BVS) OÖ und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).

„Die große Gefahr ist, dass wir Kohlenmonoxid mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen können“, betont Günther Schwabegger, Pressesprecher der BVS OÖ. Hinzu kommt, dass sich binnen kürzester Zeit gefährliche Konzentrationen des Gases bilden können.

BVS-OÖ-Versuche zeigten, dass es bei einem 60 m² großen Raum beim Betrieb eines Generators nur zwei bis drei Minuten und bei einem Holzkohlegrill nur rund fünf Minuten, dauert, bis eine gefährliche CO-Konzentration auftritt.

Schwabegger (l.) und Kaltenegger raten dazu, CO-Warner zu verwenden, um tragische Unfälle zu vermeiden.
Schwabegger (l.) und Kaltenegger raten dazu, CO-Warner zu verwenden, um tragische Unfälle zu vermeiden. ©wosch

Sich einen Generator anzuschaffen, sei im Sinne der Vorsorge grundsätzlich eine gute Idee, so Armin Kaltenegger, Bereichsleiter Eigentumsschutz beim KFV. „Doch die Geräte sind nur für außen geeignet“, hält Kaltenegger fest.

Gefahr durch Pellets

Die Experten warnen, dass bei den beliebten Pelletheizungen durch chemische Prozesse während der Lagerung ebenfalls CO entsteht. Leider habe es so schon zwei Tote gegeben, sagt Kaltenegger.

Abhilfe lässt sich hier einfach und kostengünstig schaffen. Meist seien Öffnungen für das Befüllen des Lagers vorhanden, diese können für eine automatische Belüftung genutzt werden, so die Experten.

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