Familie über Jahre hinweg gequält und geschlagen: Prozess

Kinder haben 50-jährigen Kosovaren angezeigt, der aber alle Vorwürfe bestritt – Prozess wurde vertagt, weil Angeklagter kollabierte

Weil er jahrelang seine Familie mit Gewalt und Schikanen tyrannisiert hatte, musste sich am Freitag ein 50-Jähriger am Landesgericht Ried verantworten. Weil aber der Angeklagte im Gerichtssaal kollabierte, wurde der Prozess auf den 17. Dezember vertagt.

Laut Anklage soll der im Bezirk Braunau wohnhafte Kosovare seit 2005 seine drei Töchter, den Sohn und auch seine Frau gequält und geschlagen haben. Fußtritte, Faustschläge, Übergießen mit kaltem Wasser und anschließend stundenlanges Stehen neben dem geöffneten Fenster zählen zu den Vorwürfen, welche die Staatsanwaltschaft angeführt hat. So soll der 50-Jährige seine Kinder auch im Winter auf den Balkon ausgesperrt oder den Sohn aus der Küche gesperrt haben.

Persönlichkeitsstörung

Die Kinder sind heute zwischen 16 und 22 Jahre alt, zwei der Töchter sowie der Sohn haben den Vater angezeigt. Die dritte Tochter und die Mutter wollten keine Aussage machen. Der Kosovare leugnet sämtliche Vorwürfe. Laut einem Gutachten der Sachverständigen Adelheid Kastner ist der Mann zwar zurechnungsfähig, weist aber eine hochgradige Persönlichkeitsstörung auf. Die Staatsanwaltschaft Ried hat deshalb die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Straftäter beantragt.

Zu zehn Monaten bedingter Haft und einer unbedingten Geldstrafe von 125.600 Euro ist ein pensionierter Zahnarzt am Landesgericht Wels nicht rechtskräftig verurteilt worden. Die Anklage warf dem Traunviertler vor, seine 13-jährige Enkelin über einen Zeitraum von vier Jahren missbraucht zu haben.

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