Klare Wünsche an die Innenstadt

Befragung der Linzerinnen und Linzer zeigen die Handlungsfelder auf

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Rund 4.000 Menschen haben an einer großen Umfrage im Oktober und November 2023 zu den Meinungen und Wünschen zur Linzer Innenstadt mitgemacht. Sie konnten online, im Büro des Innovationshauptplatzes oder bei einer Veranstaltung am 20. Oktober am Taubenmarkt abstimmen.

„Die hohe Beteiligung ist entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung unserer Innenstadt. Die Ideen und Anregungen der Linzerinnen und Linzer fließen direkt in das Innenstadtkonzept ein. So wird ein Rahmen für Projekte und Maßnahmen gesteckt, die das Linzer Zentrum in Zukunft noch attraktiver, lebendiger und grüner machen“, sagt sich Planungsstadtrat Dietmar Prammer.

Grüne Erholungsräume

Neben ihrem Bezug zur Innenstadt konnten Interessierte angeben, was sie am Zentrum derzeit schätzen und was sie für die künftige Entwicklung besonders wichtig erachten. Große Bedeutung hat etwa das Thema Erholungsraum, während die Schaffung moderner Bürostandorte und Gewerbeflächen weniger Zustimmung finden.

Mehr als 2.000 Anregungen wurden gemacht. Häufig genannt wurden beispielsweise konsumfreie Plätze, die Entsiegelung und Begrünung von Flächen oder mehr Kunstobjekte. Darüber hinaus wurde nach besonderen Orten gefragt, darunter Lieblingsorte der Befragten sowie jene mit Verbesserungsbedarf.

Als Lieblingsorte wurden am häufigsten in der Altstadt, der Alte Markt und der Hauptplatz genannt. Sie werden v. a. für ihre Atmosphäre und Aufenthaltsqualität geschätzt. Der OK Platz wird neben seiner Atmosphäre besonders für sein kulturelles Angebot geschätzt.

Handlungsbedarf bei Volksgarten, Schillerpark und Hauptplatz

Als Orte mit Verbesserungsbedarf werden neben dem Volksgarten und Schillerpark auch der Hauptplatz genannt. Im Volksgarten orten die Umfrageteilnehmer ein Sicherheitsproblem, zu wenig Polizeipräsenz, mangelnde Sauberkeit und Attraktivität, sowie Nutzungskonflikte verschiedener Personengruppen. Handlungsbedarf gebe es auch bei Sitzmöglichkeiten und der Gestaltung sowie im Kampf gegen Drogen. Auf dem Hauptplatz werden die Verkehrsbelastung als erster negativer Punkt genannt, Handlungsbedarf gebe es zudem bei der Begrünung, der Platzgestaltung und den Sitzmöglichkeiten. Am Schillerpark stehen primär die fehlende Sauberkeit und Attraktivität, gefolgt von Sicherheit und Suchtmitteln sowie der Gestaltung samt neuen Bänken und der Beleuchtung auf dem Beanstandungsliste der Bürger.

Prammer sieht als Schwerpunkträume, die im neuen Konzept besonders berücksichtigt werden sollen, den Hauptplatz, das Neustadtviertel sowie die südliche Landstraße mit Volksgarten und Schillerpark.

Damit mehr Menschen auf das Auto in der Innenstadt verzichten, werden sicherere Wege für Fußgänger, bessere und sicherere Radwege, bessere Verbindungen im öffentlichen Verkehr, günstigere Öffi-Tickets und mehr Autostellplätze am Rand der Innenstadt gefordert.

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