Kontrollen wirken: Illegales Glücksspiel auf dem Rückzug

Finanzpolizei beschlagnahmte im Vorjahr in Oberösterreich in 37 Betrieben 55 Geräte

++ HANDOUT ++ SALZBURG: 67 ILLEGALE GLCKSSPIELAUTOMATEN BES

Der Staat lässt im Kampf gegen das illegale Glücksspiel nicht locker: Auch im Vorjahr wurde bei zahlreichen Betrieben kontrolliert, ob sie sich an die gesetzlichen Vorschriften halten.

Bei 37 Firmen in Oberösterreich war dies nicht der Fall, weshalb die Finanzpolizei 55 illegal betriebene Geräte beschlagnahmte. Weiters wurden Strafen in Höhe von 1,1 Millionen beantragt, sagt Stefan Trittner, Sprecher des Finanzministeriums, auf VOLKSBLATT-Anfrage.

Im Jahr zuvor waren noch 59 Automaten konfisziert worden, im Jahr 2021 wurden sogar 338 Geräte von den Beamten aus dem Verkehr gezogen. Damit setzte sich der positive Trend fort, zumal Oberösterreich lange Zeit zu einer Hochburg des illegalen Glücksspiels in der Alpenrepublik mit Hotspots in Linz und Wels zählte.

Neuvergabe der Lizenzen noch nicht wirksam

In Oberösterreich dürfen im Rahmen des sogenannten Kleinen Glücksspiels drei Lizenznehmer insgesamt 1.176 Automaten betreiben. Diese müssen an das Bundesrechenzentrum angeschlossen sein.

Die Mitte 2023 erfolgte Neuvergabe der Lizenzen kam wegen des Einspruchs eines unterlegenen Bieters nicht zustande. Eine Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes OÖ dazu steht aber nach wie vor aus. Bis zur Gerichtsentscheidung gelten die bisherigen Bewilligungen.

Am Dienstag, wird Finanzminister Magnus Brunner die Bilanz der Finanzpolizei für das Jahr 2023 – inklusive des Bereichs illegales Glücksspiel – präsentieren. 2022 wurden in ganz Österreich 384 Geräte beschlagnahmt, wobei der Trend in Richtung mobilen, in Alukoffern eingebauten Glücksspielautomaten ging.

„Beim illegalen Glücksspiel gibt es keinen Spielerschutz und es kann finanzielle Existenzen zerstören. Die illegalen Glücksspielbetreiber machen hohe Gewinne auf Kosten von Spielsüchtigen. Jeder aus dem Verkehr gezogene illegale Automat ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen das illegale Glücksspiel“, betont der Finanzminister.

Von Heinz Wernitznig

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