Medizinische Versorgung im Linzer Süden steht auf der Kippe

Pensionierungen bei Medizinern verschärfen angespannte Situation — Gesundheitsreferentin Haberlander gewährt bei Infoabend Einblicke

Alarm wegen der zunehmend schlechter werdenden medizinischen Versorgung der Bevölkerung in den Linzer Stadtteilen Pichling und Ebelsberg schlägt Michaela Sommer, Klubobfrau der Linzer Volkspartei.

Sie fordert Planungsstadtrat Dietmar Prammer (SPÖ) und Gesundheitsstadtrat Markus Raml (FPÖ) auf, den Linzer Süden bei der Ärzte- und Standortsuche zu unterstützen.

Ein Kinderarzt für 55.000 Personen

Schon seit geraumer Zeit steht für die über 55.000 Einwohner von Ebelsberg, Pichling, Auwiesen, Kleinmünchen und Neue Heimat nur ein Kinderarzt mit Kassenvertrag zur Verfügung.

Schon vor über einem Jahr startete Sommer deshalb eine Petition, um auf das Problem aufmerksam zu machen und Lösungen zu finden. 700 Menschen unterstützten sie mit ihrer Unterschrift, die Gesundheitskasse reagierte allerdings nicht.

Verschärfung durch Pensionierungen

Verschärft werde die Situation auch im Linzer Süden durch die „Pensionswelle“ bei den Medizinern, betont Sommer.

Zwar hätten sich in der Vergangenheit schon Ärzte bereit erklärt, hier zu arbeiten, doch dann hatten die passenden Räumlichkeiten gefehlt, schildert Sommer, die deshalb auch Planungstadtrat Prammer in der Pflicht sieht: „Angesichts der angespannten Situation darf er nicht einfach alles von sich schieben, sondern muss endlich aktiv tätig werden. Die Stadt muss unterstützend eingreifen.“

Info für Bevölkerung

Über die aktuelle Situation und über mögliche Lösungen informiert Michaela Sommer gemeinsam mit Gesundheitslandesrätin LH-Stv. Christine Haberlander am Freitag ab 18 Uhr im Gasthaus Duschanek (Linz, Pichlinger Str. 50).

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