Passende Hilfsmittel für den Schulbesuch

Seit 20 Jahren stellt das Land OÖ für Kinder mit Beeinträchtigung jene Hilfsmittel zur Verfügung, die ihnen den Schulbesuch ermöglichen oder erleichtern

V. l.: Prof. Irene Mühlbach, Bildungsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander und Monika Kabelac
V. l.: Prof. Irene Mühlbach, Bildungsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander und Monika Kabelac © Land OÖ/Stinglmay

Der Oberösterreichische Hilfsmittelpool (OÖ HMP) hat entscheidend dazu beigetragen, Kindern mit Behinderungen den Schulalltag zu erleichtern. Im aktuellen Schuljahr 2023/24 werden 386 Kinder mit Beeinträchtigung unterstützt. 142 von ihnen haben ein Hörproblem, 55 Sehschwierigkeiten und 189 eine motorische Beeinträchtigung.

Gleiche Bildungschancen für alle Kinder in OÖ

„Der OÖ Hilfsmittelpool steht exemplarisch für unser Engagement, allen Kindern in Oberösterreich gleiche Bildungschancen zu bieten“, betont Bildungslandesrätin LH-Stv. Christine Haberlander: „Durch die Bereitstellung maßgeschneiderter Hilfsmittel konnten wir in den vergangenen 20 Jahren zahlreichen Schülerinnen und Schülern mit körperlichen und sensorischen Einschränkungen eine erfolgreiche Integration in das reguläre Schulsystem ermöglichen.“

Der Hilfsmittelpool, der 2003 gestartet wurde, um hörbehinderten Kindern den Schulalltag zu erleichtern, hat sein Angebot stetig erweitert. Heute umfasst er Hilfsmittel für Kinder mit verschiedensten Behinderungen.

„Unsere Arbeit basiert auf dem individuellen Bedarf jedes Kindes“, erklärt Monika Kabelac vom OÖ Hilfsmittelpool. „Dank der engen Zusammenarbeit mit Schulen, Eltern und medizinischen Fachkräften können wir gezielt Unterstützung bieten.“ „Kinder mit Beeinträchtigungen haben genauso wie alle anderen das Recht auf eine Bildung mit hoher Qualität. Durch den OÖ Hilfsmittelpool wird die Voraussetzung für einen barrierefreien Zugang zu Bildungsangeboten geschaffen.

Ein besonderer Meilenstein ist die Einführung innovativer Technologien, wie die Nutzung von Avataren für krankheitsbedingt abwesende Schülerinnen und Schüler. Solche Entwicklungen zeigen, wie durch Kreativität und technischen Fortschritt Inklusion weiter gefördert werden kann“, sagt Prof. Irene Mühlbach, vom Landesschulzentrum für Hör- und Sehbildung. „Die positive Resonanz und steigende Zahl der unterstützten Kinder motivieren uns, den Hilfsmittelpool kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Haberlander.

Jährlich 100.000 Euro für den Hilfsmittel-Pool

Die enge Zusammenarbeit zwischen mobilen Lehrpersonen, Schulen, Eltern und medizinischen Fachkräften stellt sicher, dass jedes Kind Zugang zu den Hilfsmitteln erhält, die es für seine schulische Laufbahn benötigt. Das Land Oberösterreich finanziert den Hilfsmittelpool mit einem jährlichen Budget von 100.000 Euro, welches bei Bedarf angepasst wird. Die Schulerhalter, in der Regel die Gemeinden, übernehmen zehn bis 15 Prozent der Anschaffungskosten der Hilfsmittel als jährlichen Nutzungsbeitrag.

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