Stark gestiegene Treibstoffpreise reduzieren den Autoverkehr

Auf den heimischen Autobahnen waren im dritten Quartal fast überall weniger Pkw unterwegs als im Vorjahreszeitraum

Spritpreise um die zwei Euro haben offenbar so manchen Autofahrer von einer Fahrt abgehalten.

Laut einer Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der Asfinag ist der Autoverkehr auf Österreichs Autobahnen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal fast überall zurückgegangen.

Minus sieben Prozent beim Knoten Haid

So waren heuer auf der Westautobahn A1 bei Haid vom 1. Juli bis 30. September mit fast 9,5 Mio. Pkw um 690.000 Autos weniger unterwegs als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Weiters fuhren auf der Mühlkreisautobahn A7 bei der Zählstelle Bindermichl um 338.000 Autos weniger, auf der Innkreisautobahn A8 bei Krenglbach um 139.000 weniger, auf der Pyhrnautobahn A9 bei Schölldorf um 144.000 weniger und auf der Welser Autobahn A25 bei Marchtrenk um 187.000 weniger.

Während auf der A1, A7 und A25 auf allen Zählstellen in Oberösterreich der Autoverkehr zurückging, gab es auf der A8 und A9 vereinzelt Zählstellen mit etwas mehr Pkwverkehr.

„Ein Teil der Autofahrerinnen und Autofahrer hat auf die gestiegenen Spritpreise reagiert und beispielsweise Autofahrten auf öffentliche Verkehrsmittel verlagert oder Fahrgemeinschaften gebildet“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Auch wenn auf vielen Abschnitten der Verkehr zurückgegangen ist, die Verkehrsbelastung ist nach wie vor sehr hoch. „Lärm und Schadstoffe belasten die Gesundheit der Anrainerinnen und Anrainer, der hohe CO2-Ausstoß Umwelt und Klima. Wir können die Klimaziele nur erreichen, wenn es künftig weniger Autofahrten gibt. Dafür braucht es zusätzliche Maßnahmen“, betont Schwendinger.

Wichtig seien in diesem Zusammenhang zusätzliche öffentliche Verkehrsverbindungen. Auch die Kombination mit dem Fahrrad zur Bahn berge großes Potenzial.

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