Straßenkunst auf höchstem Niveau beim Linzer Pflasterspektakel

111 Künstler aus 29 Nationen machen Linz zur Freilichtbühne — Über 200.000 Besucher werden in der Landeshauptstadt erwartet

Kleines Bild v. l.: Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer, Festivalleiterin Kathrin Böhm und der Linzer Kulturdirektor Julius Stieber fiebern dem Start des 35. Pflasterspektakels entgegen.

Bereits zum 35. Mal geht vom 20. bis 22. Juli mit dem Linzer Pflasterspektakel eines der bekanntesten und international renommiertesten Straßenkunst-Festivals über die Bühne.

„Das Pflasterspektakel ist zu einem kulturellen Markenzeichen unserer Stadt geworden“, so Kulturstadträtin Doris Lang Mayrhofer. Dieses Jahr wird das Festival noch näher an die Donau rücken. Das Spektakelzelt wird von der Urfahraner Seite in den Donaupark übersiedeln.

Direkt daneben kommen kleine Festivalbesucher beim Kinderspektakel auf ihre Kosten. Im Donaupark gebe es neue Möglichkeiten, darüber hinaus gebe es keine unmittelbaren Nachbarn und auch keine Hitzeinseln, freut sich der Linzer Kulturdirektor Julius Stieber über den neuen Standort.

300 Auftritte am Tag

111 Künstler und Künstlergruppen werden den Besuchern jeden Tag 300 Auftritte bieten. Das umfangreiche und abwechslungsreiche Programm reicht von Comedy über Akrobatik und Magie bis zu musikalischen Darbietungen. Gleich zwei besondere Akrobatik Shows (Trochu Jinak und FeuerWer?) legt Festivalleiterin Kathrin Böhm den Besuchern ans Herz. Auch die Auftritte der italienischen „Sandmalerin“ Ermelinda Coccia und das Figurentheater von Monsieur David sollte man sich laut Böhm keinesfalls entgehen lassen.

Auch das große Interesse der Künstler spiegelt die Bedeutung des Pflasterspektakels wieder. Insgesamt hatten sich über 800 Künstler für das Festival beworben. Wie jedes Jahr wurde auch diesmal darauf Wert gelegt, dass die Hälfte der Künstler zum ersten Mal beim Pflasterspektakel auftreten, um dem Publikum einmal mehr viel Neues bieten zu können.

Viel Lob haben die Künstler für das Linzer Publikum übrig. Dieses reagiere mit großer Offenheit auf die Künstler und die Veranstaltung, hält Böhm fest. Darüber hinaus seien die Linzer beim Hutgeld großzügig, sie wüsten zu schätzen, was ihnen geboten wird. Die Künstler erhalten keine Gage für ihre Auftritte, ihre einzige Entlohnung ist das Hutgeld.

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