Wenn Sucht die Arbeit belastet

Thema soll rechtzeitig angesprochen werden – Medienabhängigkeit steigt stark an

14 Prozent der Österreicher haben einen problematischen Alkoholkonsum, 130.000 Menschen gelten als medikamentenabhängig und die Zahl der medienabhängigen Menschen liegt bereits bei fünf Prozent, Tendenz stark steigend.

Das wirkt sich auch im Arbeitsalltag aus. „An 25 Prozent der Arbeitsunfälle ist Alkohol mitbeteiligt“, weiß Herbert Baumgartner, stv. Leiter am Institut Suchtprävention. Gleichzeitig ist der Arbeitsplatz für viele Betroffene aber einer der wenigen verbliebenen Fixpunkte im Alltagsleben.

„Mit einer Trennung ist weder der betroffenen Person noch dem Arbeitgeber geholfen“, hält Suchtexperte Kurosch Yazdi-Zorn, Vorstand der Klinik für Psychiatrie am Linzer Kepler Universitätsklinikum, fest. Deshalb sei es wichtig, das Thema rechtzeitig und wertschätzend anzusprechen, betont der Suchtexperte.

Hilfestellung für Kollegen

Die Situation zu thematisieren, fällt aber vielen Kollegen und Vorgesetzten schwer. Das „Netzwerk betriebliche Suchtprävention OÖ“ (Wirtschaftskammer OÖ, Arbeiterkammer OÖ, pro mente OÖ und Institut Suchtprävention) steht diesen Leuten mit Information und Beratung zur Seite.

„Es ist wichtig zu wissen, wie der Arbeitgeber eine Intervention rechtlich richtig durchführt und wie er seiner Fürsorgepflicht nachkommt“, so WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: „Es gilt hinschauen und handeln.“

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