Wintereinbruch bringt Ansturm auf Hilfseinrichtungen für Obdachlose

Notschlafstelle in Linz mit 59 Betten gut gefüllt – Medizinische Basisversorgung durch Help-Mobil derzeit stark nachgefragt

Während Skifahrer und Tourengeher angesichts des frühen Wintereinbruchs ihre ersten Spuren durch den Schnee ziehen, sind Personen, die kein Dach über dem Kopf haben angesichts von Dauerfrost in akuter Gefahr.

So heißt es auf VOLKSBLATT-Anfrage beim Sozialverein B37 mit Sitz in Linz, der u. a. eine Notschlafstelle mit 57 Betten betreibt, dass diese Einrichtung „aktuell gut gefüllt ist“.

Der Verein bietet zudem eine Kälteschutz-Hotline, die Menschen eine Möglichkeit bietet, einen Beitrag für obdachlose Personen zu leisten. Diese ist dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 12 Uhr erreichbar, in akuten Fällen ist aber die Rettung zu verständigen.

Medizinische Versorgung und warme Kleidung

Eine generell gestiegene Nachfrage nach medizinischen Basisleistungen, die durch den Einzug des Winters jetzt einen Schub erhalten hat, registriert auch Michaela Haunold, Leiterin der Abteilung Beratung und Hilfe bei der Caritas OÖ.

„Die Zahl der Kontakte beim Help-Mobil, das wir gemeinsam mit dem Roten Kreuz und dem Samariterbund betreiben, ist heuer bis Ende November auf 3180 Kontakte mit 525 Besuchern gestiegen“, betont sie im VOLKSBLATT-Gespräch. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 2028 Kontakte mit 435 Besuchern. Beim Help-Mobil kann man sich nicht nur gegen einen grippalen Infekt behandeln lassen, sondern bekommt auch warme Kleidung.

Wer am Vormittag Hilfe gegen die Kälte benötigt, ist beim Of(f)’nstüberl der Stadtdiakonie an der richtigen Stelle. Am Nachmittag bietet wiederum die Wärmestube der Caritas Betroffenen Hilfe.

Von Heinz Wernitznig

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