Citroën e-C4 – Der Platz an der Sonne

Der Name ist Programm? Nein! Beim Fotoshooting des Citroën e-C4 setzt unvermittelt der Schneefall ein! Dabei heißt doch die Ausstattungslinie Shine! Und der Franzose hat auch ein sonniges Gemüt, das in vielerlei Hinsicht auch auf die maximal fünf Passagiere ausstrahlt.

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Keine Frage, der Citroën e-C4 versprüht Charme. Das hängt nicht nur mit der sympathischen Außenfarbe zusammen, dazu tragen auch die Proportionen, der Hauch SUV, das schnittige Design und der Elektroantrieb bei.

Der e-C4 ist also ein Strahlemann, auch bei Schnee und Regen, der optisch begeistert und die Leute zum Kopfverdrehen bringt. Wohlgemerkt: Das ist kein Supersportwagen oder eine seltene Rennlegende mit röhrendem Auspuff, sondern ein 40.000 Euro teurer kompakter Crossover mit einem 136 PS starken E-Motor an Bord.

Typenschein

Citroën e-C4 Shine

Preis: ab € 37.240,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 39.820,- unter anderem inklusive Sitzheizung € 600,- und Drive-Assist-Paket Plus € 480,-; einen Citroën C4 (Live PureTech 100) gibt es ab € 21.410,-
NoVA/Steuer: 0 %/ € 0,- jährlich
Garantie: 2 Jahre ohne Kilometerbeschränkung, 3 Jahre auf Karosserielackierung, 12 Jahre gegen Durchrostung, 8 Jahre bis max. 160.000 km auf mindestens 70 Prozent der Batteriekapazität
Service: alle 25.000 km oder jedes Jahr

Technische Daten:
Motor: 100 kW/136 PS bei 5500 U/min Spitzenleistung, 57 kW/77 PS Nenndauerleistung, max. Drehmoment 260 Nm
Getriebe: Eingangautomatik
Antrieb: Frontantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,7 s
Leistungsgewicht: 11,6 kg/PS
WLTP-Verbrauch: 16,6 kWh
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 18,9 kWh

Eckdaten:
L/B/H: 4355/1800/1520 mm
Radstand: 2670 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1579/2000 kg
Kofferraum: 380-1250 Liter
Akku: 50 kWh
Reifen: 4 x 195/60 R18 96H auf 18“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC
Airbags: 8

Geländedaten:
Bodenfreiheit: 156 mm

Dieser ist übrigens der Standard im Stellantiskonzern, der bei etlichen E-Autos der Marken Citroën, Peugeot und Opel zum Einsatz kommt. Der Vollständigkeit halber sei auch erwähnt, dass es den C4 auch als Verbrenner gibt.

Nun denn: Außen eine Wucht gibt’s innen einen kleinen Dämpfer, denn die markentypische Portion Extravaganz ist dem C4 abhandengekommen. Das Cockpit nimmt markante Anleihen an den Konzernbrüdern Opel, Peugeot und DS.

Nicht falsch verstehen: Es ist alles am richtigen Fleck, die Ergonomie passt, der Materialmix ebenso, die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen und auch die Zahl und Größe der Ablagen können sich sehen lassen – aber im Kern ist der Innenraum nun beliebiger und austauschbarer geworden.

Auf der Habenseite punktet der Innenraum des Franzosen mit einem großzügigen Platzangebot auf den vorderen Plätzen, sensationellen Sitzen und einem Lederlenkrad zum Wohlfühlen. Die Menüführung des Touchscreens ist jedoch verbesserbar, nimmt sie doch beispielsweise öfters Umwege über den Home-Button. Da macht sich die Reduktion der Knöpfe bemerkbar, denn auch beim e-C4 läuft nahezu alles über den mittig platzierten Widescreen.

Der Kofferraum wiederum ist mit seinen 380 Litern Fassungsvermögen nicht gerade üppig, dafür ist die Serienmitgift in der zweitbesten Ausstattungslinie Shine beachtlich: angefangen von umfangreichen Fahrassistenzsystemen geht es weiter mit Sitz- und Lenkradheizung, USB-Ports, Licht- und Regensensor bis zu LED-Scheinwerfern, Head-up-Display (aus Plastik) und 18er-Alus.

Fahrtechnisch zeigt sich der e-C4, egal in welchem der drei Fahrmodi, sonnig und freundlich. Der Antritt ist forsch, die Federung grandios und eher auf der weichen Seite angesiedelt, die Lenkung ausreichend direkt und gefühlvoll und die Bremsen versehen einen tadellosen Dienst.

Darüber hinaus agieren die umfangreichen Assistenzsysteme souverän und der Verbrauch ist laut Bordcomputer mit 18,9 Kilowattstunden passabel.

Das alles spricht für den gut ausgestatteten Citroën, gäbe es da nicht die Krux mit der Reichweite. Natürlich – die meisten Fahrten sind nicht länger als 25 Kilometer, aber was ist, wenn doch die Fahrt von Vöcklabruck nach Wien ansteht? Der 50 Kilowattstunden große Akku im Unterboden kann laut den Franzosen bei Gleichstromladung mit hundert kW binnen 30 Minuten von null auf 80 Prozent gebracht werden. An der Wechselstrom-Wallbox dauert die Vollladung mit elf kW fünf Stunden.

In der Praxis funktioniert das – vielleicht auch aufgrund der Kälte – nicht so reibungslos. Das ist auch das große Manko des e-C4, der zwar auf der Kurzstrecke dem Fahrer keine Sorgenfalten ins Gesicht treibt, aber auf der Langstrecke schrumpft der 300-Kilometer-Vorrat laut Digitalanzeige beängstigend schnell. Negativer Höhepunkt: Vor einer 55-Kilometer-Fahrt betrug der Akkustand 270 Kilometer. Danach waren es 182.

Fazit

Der Akku des elektrischen Citroëns braucht die Sonne oder Wärme. Sonst wird das nichts mit der annehmbaren Reichweite. Davon abgesehen ist der e-C4 ein praktikables, unkompliziertes und optisch auffälliges Gefährt, allerdings höchstens für die Kurz- und Mittelstrecke.

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