Cohen mauert nicht mehr für Trump

Ex-Anwalt will im Kongress über Russen-Connection auspacken

Sein Ex-Anwalt Cohen (l.) macht Trump nicht mehr die Mauer.
Sein Ex-Anwalt Cohen (l.) macht Trump nicht mehr die Mauer. © AFP/Kamm, AFP/Getty Images/Alvarez

Donald Trump hat nicht nur ein Problem, weil ihm die Demokraten an der Grenze zu Mexiko keine Mauer machen, sprich: finanzieren wollen, auch ein ehemaliger enger Vertrauter will nicht mehr für den US-Präsidenten mauern: Sein Ex-Anwalt Michael Cohen wird am 7. Februar vor einem Kongressausschuss erscheinen. Er wolle dem amerikanischen Volk Antworten geben und einen „umfassenden und glaubwürdigen Bericht“ der Ereignisse liefern, so Cohen, der als Schlüsselfigur in der Russland-Untersuchung gilt. Er hat sich mit Trump überworfen und kooperiert mit dem Sonderermittler Robert Mueller, der mögliche Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Russland im US-Wahlkampf 2016 untersucht.

Der 52-Jährige hat Insiderwissen. Er sagt, er habe im Auftrag Trumps Schweigegeld an den Pornostar Stormy Daniels sowie an das ehemalige Playmate Karen McDougal gezahlt, um Schaden von Trump abzuwenden. Beide Frauen behaupten, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben, was dieser bestreitet.

Im Dezember war Cohen wegen Zahlung illegaler Wahlkampfbeihilfen, wegen Falschaussagen und wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte gestanden, den Kongress bei dessen Untersuchungen im Zusammenhang mit einem geplanten Bauprojekt Trumps in Moskau belogen zu haben.