Constantin Magnis: Gefallene Ritter

Ein komplexes Intrigenspiel an der Spitze einer der ältesten katholischen Institutionen, undurchsichtige Hintermänner mit weltweiten Verbindungen, dazu jede Menge Geld — es fehlen nur ein paar mystische Symbole und Leichen, und der Inhalt von „Gefallene Ritter“ könnte ein Plot von Dan Brown sein.

Tatsächlich handelt es sich um eine penibel recherchierte Reportage um eine der größten Krisen des altehrwürdigen Malteserordens. Der deutsche Journalist Constantin Magnis ging in zweijähriger Recherche den Ereignissen nach.

Mit „Gefallene Ritter“ legt er eine Darstellung der Ereignisse vor, die bezüglich Spannung und Kurzweiligkeit keinen Vergleich mit einem Thriller zu scheuen braucht. Letztlich ist das Fazit des Buches, dass nicht ideologische oder finanzielle Auseinandersetzungen für das Drama im Malteserorden hauptverantwortlich waren.

Vielmehr scheinen sich zwischenmenschliche Missverständnisse und Spannungen durch den Einfluss verschiedener Einflüsterer im Hintergrund zu einer explosiven Mischung zusammengeballt zu haben.

Constantin Magnis: Gefallene Ritter. Malteserorden und Vatikan — Der Machtkampf zwischen zwei der ältesten Institutionen der Welt. HarperCollins 2020, 304 Seiten, 24,70 Euro

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