Corona-Ampel steht nur noch in Vorarlberg auf rot

Ungewohnt dreifärbig scheint diese Woche die Corona-Ampel. Das Burgenland und Niederösterreich wurden am Donnerstag von der zuständigen Kommission auf Gelb geschalten, der Rest des Landes mit Ausnahme von Vorarlberg auf Orange.

Das „Ländle“ büßt mit „Rot“ quasi für seinen „Testregion“-Status, der ein Aufsperren der Gastronomie schon vor einigen Wochen ermöglicht hatte. Freilich gehen die Zahlen auch in Vorarlberg zurück.

Der Trend in der vergangenen Woche war nämlich in sämtlichen Bundesländern rückläufig. Der Rückgang lag zwischen 21 (Tirol) und 40 Prozent (Salzburg). Damit gilt nun im Gesamtstaat „hohes Risiko“, das heißt Orange. Als Benchmark für eine Orange-Färbung gilt eine Inzidenz von unter 100 auf 100.000 Einwohner. Diesen Infektionswert haben in der vergangenen Woche sämtlich Bundesländer außer Vorarlberg (118,1) klar unterschritten.

Niederösterreich und das Burgenland wiederum lagen unter der für Gelb relevanten Marke von 50, das Burgenland mit 31,9 sogar klar, bei der risikoadjustierten Inzidenz, die auch andere Faktoren wie Alter der Patienten einbezieht, mit 22,7 noch deutlicher. Bei diesem Parameter wären mittlerweile auch Salzburg, Oberösterreich und Wien in der gelben Zone.

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Günstig für die Entwicklung ist, dass bereits 40 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Bei den Über-65-Jährigen sind es rund 70 Prozent.

Auch auf den Intensivstationen hat sich die Lage deutlich entspannt. Die höchste Belegung wird in Wien mit knapp 18 Prozent verzeichnet, die kritische Marke liegt bei 33 Prozent. Zumindest in nächster Zeit wird trotz der Öffnungen bundesweit ein weiterer Rückgang von 13,5 auf ein Niveau von sieben Prozent prognostiziert.

Recht gut klappt die Abklärung der Fälle. Bei 70 Prozent ist österreichweit die Infektionsquelle bekannt. Hier gibt es zwischen den Bundesländern mittlerweile kaum noch Unterschiede. Anders ist das bei den asymptotischen Fällen. Im Burgenland zählen 49 Prozent zu der Kategorie, in der Steiermark dagegen nur 19 Prozent.

Interessant ist der Blick auf die Regionen, in denen Corona kaum noch vorkommt. Hinter der kleinen burgenländischen Stadt Rust, in der es wieder keine Neuinfektionen gab, folgen mit Hermagor und Jennersdorf (11,1 bzw. 11,7 auf 100.000) zwei vormalige Problembezirke. Nicht weit dahinter liegt weit unter dem Tirol-Schnitt Schwaz mit einem Wert von 16,6. Der Bezirk hatte ja zur Eindämmung der dort stark vertretenen Südafrika-Variante von der frühen Sonderimpfaktion mit Pfizer profitiert. Die schlechtesten Werte haben aktuell das kleine Große Walsertal (rund 380) und Imst (gut 251).

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