Corona-Anstieg: Bayern ruft erneut Katastrophenfall aus

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder © APA/AFP/Hoppe

Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen ruft Bayern ab dem 9. Dezember erneut den Katastrophenfall aus.

Wie in Baden-Württemberg ist in Bayern außerdem eine nächtliche Ausgangssperre für alle Städte und Kreise mit einer Inzidenz von mehr als 200 Corona-Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner beschlossen worden.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verbietet Bayern außerdem ab Mittwoch den Konsum von Alkohol unter freiem Himmel.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte bereits in den vergangenen Tagen immer wieder anklingen lassen, dass er aufgrund der weiter steigenden Zahl an Neuinfektionen einen härteren Kurs für notwendig hält. Denkbar sind härtere Schritte etwa im Bereich der Schulen und im Handel, aber auch strenge Ausgangsbeschränkungen.

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In Italien ist die Schwelle von 60.000 Todesopfern überschritten worden. Mit 564 gemeldeten Toten stieg die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 60.078. In vielen Teilen Italiens verbessert sich aber die Corona-Situation allmählich, daher sind am Sonntag in mehreren italienischen Regionen die strikten Corona-Beschränkungen gelockert worden. Seit Sonntag ist nur noch die mittelitalienische Apenninregion Abruzzen als „rote Zone“ mit Teil-Lockdown eingestuft.

Dänemark, das lange sehr gut durch die Coronakrise kam, hat bei den erfassten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Wie am Sonntag gemeldet wurde, wurden seit Samstag 1.745 neue, bestätigte Fälle bekannt. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen plant die Einführugn neuer Corona-Maßnahmen. Dänemark gehört mit Österreich, Australien, Israel, Griechenland, Norwegen und Tschechien zu den von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) initiierten „Smarten First-Mover-Countries“. Diese schienen im Frühjahr relative unbeschadet durch die Pandemie zu kommen. Das Bild hat sich mittlerweile aber geändert

Das Corona-„Musterland“ Südkorea verschärft unterdessen wegen zunehmender Neuinfektionen erneut die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Hauptstadt Seoul. Nun seien Versammlungen von mehr als 50 Menschen untersagt, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag. Auch für Gottesdienste und Schulunterricht, Fitnessstudios und Karaoke-Bars gebe es strengere Auflagen. Diese würden mindestens bis Ende des Jahres gelten, meldete die Nachrichtenagentur News1.

Die USA verzeichneten den dritten Tag in Folge einen neuen Höchstwert bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen registriert. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Samstagabend mehr als 230.000 neue Fälle registriert, rund 5.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten binnen eines Tages lag bei 2.527. Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit. Insgesamt gab es mehr als 14,6 Millionen Corona-Fälle. Mehr als 281.000 Infizierte starben.

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