Corona aus 16 Ländern importiert

86 Fälle infizierter Rückkehrer in OÖ — Hauptquellen Kosovo, Serbien, Bosnien, Rumänien

Die meisten Corona-Infektionsfälle wurden bisher aus dem Kosovo nach Oberösterreich eingeschleppt.
Die meisten Corona-Infektionsfälle wurden bisher aus dem Kosovo nach Oberösterreich eingeschleppt. © Brilliant Eye - stock.adobe.com

Mit heutigem Tag verschärft die Bundesregierung die Auflagen für Reiserückkehrer aus 32 als „Risikogebiet“ definierten Ländern.

Österreicher sowie EU-Bürger bzw. Drittstaatsangehörige mit Wohnsitz Österreich, die aus diesen 32 Gebieten nach Österreich einreisen wollen, müssen ab sofort einen negativen Coronatest vorlegen, der an der Grenze nicht älter als 72 Stunden sein darf.

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Test ist verpflichtend

Ansonsten müssen diese Einreisenden in Quarantäne, binnen 48 Stunden in Österreich einen Test veranlassen und auf alle Fälle bis zum Ergebnis abgeschottet bleiben — bei positivem Ergebnis länger. Wer nach einer Einreise den verpflichtenden Test nicht nachholt, muss mit einer Geldstrafe von 1450 Euro rechnen. Für alle in Österreich wohnhaften Personen, die sich bereits in einem der 32 Risikogebiete aufhalten, treten die Neuerungen mit kommendem Samstag in Kraft, für alle anderen heute.

Beim Krisenstab des Landes OÖ führt man eine Liste mit Personen, die infiziert von einem Auslandsaufenthalt zurückgekehrt sind. Die dem VOLKSBLATT am Freitagabend übermittelte Statistik umfasst insgesamt 86 importierte Infektionsfälle aus vorerst insgesamt 16 Ländern.

Die meisten Fälle entfallen auf Rückreisen aus dem Kosovo (22), gefolgt von Rückreisen aus Serbien (20), Bosnien (11) und Rumänien (11). Ebenso betroffen sind aber auch Personen, die aus der Türkei (3), aus Frankreich (1), Kroatien (2), Deutschland (1), Bulgarien (1), Nigeria (1), den USA (1), Mazedonien (1), Griechenland (1), Afghanistan (1), Italien (1) und Montenegro (1) nach Oberösterreich zurückgekehrt sind. Hinzugefügt wird seitens des Krisenstabes, dass aus den 86 importierten Corona-Fällen mittlerweile in OÖ 47 weitere Infektionsfälle resultieren, sodass auf das Reisegeschehen insgesamt bereits 133 Coronafälle zurückgehen.

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