Corona beschert oö. Poolfirma Steinbach volle Auftragsbücher

Der Pool- und Pool-Zubehör-Hersteller Steinbach mit Sitz in Schwertberg in Oberösterreich verzeichnet in der Coronazeit im Gegensatz zu den meisten Branchen ein kräftiges Nachfrageplus: Das Unternehmen, das seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2018/2019 (per Ende August) um gut 10 Prozent auf 100 Mio. Euro gesteigert hat, erwartet für das laufende Jahr sogar ein Umsatzplus von 20 Prozent.

Offenbar investieren in Zeiten von Social Distancing und Daheimbleiben viele in die Verschönerung ihres Zuhauses. Die Nachfrage nach Pools und Gartenduschen habe zuletzt noch einmal deutlich angezogen, berichtete das Unternehmen am Montag.


Der Ausbau am Hauptsitz in Schwertberg mit einem Gesamtvolumen von 50 Mio. Euro wird daher auch während der Covid-19-Krise fortgesetzt. Im Produktionswerk wurden die Kapazitäten massiv erhöht, ein Bürogebäude soll bis Ende 2021 fertig sein. Durch diese Expansion sollen rund 100 neue Jobs in Schwertberg entstehen. Derzeit beschäftigt die Steinbach Group an drei Standorten insgesamt 300 Mitarbeiter.

Wie viele andere Unternehmen hat auch Steinbach sein Know-how genutzt, um ein Hygieneprodukt zu entwickeln: ein Konzentrat, aus dem man ein Desinfektionsmittel für Oberflächen mischen kann.

„Wir haben uns bewusst für die Entwicklung eines Konzentrats entschieden. So ist der Transport deutlich ökologischer, da nicht Millionen von Litern Wasser unnötig quer durch Europa geschickt werden müssen“, so Steinbach-Geschäftsführer Horst Lauß. Auf Basis der bestehenden Anlagen könne man pro Jahr so bis zu 3.000 Tonnen Konzentrat produzieren. Eine Erhöhung der Produktionskapazitäten um weitere 1.000 Tonnen wäre prinzipiell möglich, dann könnte man Konzentrat für bis zu 2,2 Mrd. Liter gebrauchsfertiges Desinfektionsmittel pro Jahr abfüllen.

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