Hilfe für Arbeitnehmer aus Härtefonds von Land OÖ und AK

Einmalzahlung für jene, die unverschuldet in finanzielle Not geraten sind

Gemeinsam greifen Land OÖ und die Arbeiterkammer OÖ mit einer Einmalunterstützung jenen unter die Arme, die aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.
Gemeinsam greifen Land OÖ und die Arbeiterkammer OÖ mit einer Einmalunterstützung jenen unter die Arme, die aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. © Tobilander — stock.adobe.com

„Fakt ist: Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen — aber in Oberösterreich soll keine und keiner im Stich gelassen werden“, sagt LH Thomas Stelzer, warum es nun mit dem „Corona-Härtefonds“ eine neue Unterstützung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt.

Der Fonds ist mit fünf Millionen Euro dotiert, vier Millionen kommen vom Land, eine Million von der Arbeiterkammer OÖ.

Aus diesem Härtefonds sollen konkret jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer Einmalzahlung unterstützt werden, die aufgrund der Corona-Krise im Dezember 2020 und Jänner 2021 arbeitslos sind oder Lohnkürzungen aufgrund der Kurzarbeit hinnehmen mussten.

„Baustein, um OÖ wieder stark zu machen“

Pro Person kann es bis zu 500 Euro geben, ein 3-Personen-Haushalt kann auf bis zu 700 Euro kommen. Für den Landeshauptmann ist der Fonds „ein weiterer Baustein, um Oberösterreich gemeinsam wieder stark zu machen“.

Für den Vergleich der Einkommensreduktion ist der Lohnzettel des letzten vollen Monats vor Eintritt der Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit ausschlaggebend. Die Förderung werde „als einmaliger, nicht rückzahlbarer Pauschalbetrag pro Haushalt gewährt“, heißt es in der gemeinsamen Presseaussendung von Land OÖ und AK.

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Die Höhe der Unterstützung ist zum einen abhängig von der prozentuellen Reduktion des Einkommens als auch von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. Weiters ist die Förderung an eine Einkommensobergrenze gekoppelt.

Anträge können von 8. Februar bis 31. März 2021 beim Amt der Landesregierung elektronisch eingebracht werden — und zwar auch über den Weg der AK-Zentrale in Linz oder die AK-Bezirksstellen, wenn man keinen eigenen Internet-Zugang hat.

„Schnell und unbürokratisch helfen“

Über den Corona-Härtefonds herrscht parteiübergreifender Konsens. Es sei „besonders wichtig“, jenen „schnell und unbürokratisch zu helfen“, die „mit deutlich weniger Geld ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen“, so AK-Präsident Johann Kalliauer. Aus Sicht von LH-Stv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) greift das „Leistungs-Bundesland OÖ“jenen unter die Arme, die aktuell nicht in der Lage seien, „ihr Potential für unsere Heimat auszuschöpfen“.

Der Fonds sei ein Zeichen, „dass wir niemanden im Regen stehen lassen“. SPÖ-Chefin LR Birgit Gerstorfer streicht zudem hervor, dass der Fonds „auch geringfügig Beschäftigte umfasst, die sonst keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitshilfe haben“. Und LR Stefan Kaineder (Grüne) ergänzt, dass der Härtefonds „ein wichtiger, unbürokratischer Beitrag zur Linderung von akuten Engpässen“ sei.

Über die Beteiligung der AK am Fonds freut sich die Fraktionsvorsitzende des Team ÖAAB-FCG, Cornelia Pöttinger. Damit sei eine Forderung ihrer Fraktion aus dem Juni 2020 erfüllt, so Pöttinger, die LH Stelzer für seine Initiative dankt.

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