Corona-Krise: Anschober kündigt Aktionsplan für den Herbst an

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Knapp 1.400 Personen sind aktuell (17. Juli) in Österreich aktiv mit Covid-19 infiziert, Österreichweit wurden 169 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. „Das Risikobewusstsein steigt wieder“, konstatierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz trotzdem – oder gerade deshalb.

Das sei unter anderem auf regionale Cluster in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien zurückzuführen. Anschober kündigte in Vorbereitung für den Herbst einen 17-Punkte-Aktionsplan an.

Ein Teil soll bereits im Sommerministerrat Ende Juli verankert werden. Der Plan sieht unter anderem das bereits angekündigte Ampel-System vor. Außerdem will Anschober die Hotline 1450 evaluieren. Diese habe „in Grundzügen hervorragend funktioniert“. Nunmehr solle geprüft werden, „wie viel zusätzliches Personal braucht es“. „Wir wollen den Zugang über 1450 zu den Testungen deutlich erleichtern und niederschwelliger ansetzten“, sagte der Gesundheitsminister.

Er plant außerdem die bereits mehrfach angekündigte Beschleunigung der Testungen. Der Bescheid mit dem Ergebnis soll binnen 48 Stunden nach der Information an die Hotline vorliegen. Geregelt werden soll dies per Erlass, sagte Anschober.

Bei den Testungen liege man derzeit „in einer Größenordnung, wie wir sie noch nicht hatten“. So wurden in den vergangenen Tagen immer „knapp über knapp unter 10.000 Tests durchgeführt“. Ende März hatte der Gesundheitsminister 15.000 bis 17.000 Tests täglich als Ziel vorgegeben, davon ist Österreich weiterhin deutlich entfernt.

Für Österreich konstatierte Anschober aktuell eine Zweiteilung. In Wien, Niederösterreich und Oberösterreich gebe es mit den regionalen Clustern weiterhin einen deutlichen Anstieg an Infektionen. In Oberösterreich waren das am Freitag binnen 24 Stunden 60 Neuinfektionen, in Wien 57 und in Niederösterreich 38. Abgesehen von Tirol liegen die restlichen Bundesländer bei null oder einem neuen Fall, sagte Anschober.

Derzeit könnten die regionalen Ausbrüche mit regionalen Maßnahmen eingegrenzt werden. Sobald es einen bundesweiten Ansatz gebe, dass die Zahlen flächendeckend steigen, „werden wir von regionalen zu bundesweiten Maßnahmen übergehen“, kündigte Anschober an. „Da könnte auch der Mund-Nasen-Schutz bundesweit ein Thema sein und kurzfristig umgesetzt werden, manche könnten überrascht sein, wie schnell das gehen könnte wenn es bundesweit erforderlich ist“, sagte der Gesundheitsminister.

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