Corona-Krise bescherte Campari sinkenden Quartalsgewinn

Der italienische Spirituosenhersteller Campari bekommt die Coronavirus-Krise und die damit verbundene Schließung von Gastronomie und Lokalen in Italien und in anderen europäischen Ländern schmerzhaft zu spüren.

Nach einem positiven Jahresbeginn hat der an der Mailänder Börse notierte Konzern das erste Quartal 2020 mit einem Gewinnrückgang von 45,7 Prozent auf 34,7 Mio. Euro abgeschlossen.

Der Umsatz fiel um 5,3 Prozent auf 360,2 Millionen Euro, teilte Campari in einer Presseaussendung mit. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) fiel um 35,3 Prozent auf 47,9 Mio. Euro.

Das Unternehmen unter der Leitung des Auslandsösterreichers Bob Kunze-Concewitz hat inzwischen die Akquisition der Mehrheit am französischen Champagnerhersteller „Champagne Lallier“ abgeschlossen, für den Campari 21,8 Millionen Euro ausgibt. Am Ende einer Mitte April begonnenen Verhandlung sicherte sich Campari 80 Prozent des Kapitals.

Der Mailänder Konzern rechnet mit starker Unsicherheit auch im zweiten und dritten Quartal. Mit der schrittweisen Lockerung der Vorsichtsmaßnahmen in verschiedenen Ländern könnten sich die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Konzernergebnisse reduzieren. Das Unternehmen sei bemüht, seine Programme zur Digitalisierung und zur Förderung des E-Commerce zu beschleunigen, hieß es. Weitere Fusionen und Akquisitionen werden nicht ausgeschlossen.

Der Spirituosenhersteller meldete 2019 ein Umsatzwachstum von 7,6 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro. Der Nettogewinn kletterte um 7,3 Prozent auf 267,4 Millionen Euro.

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