Corona-Krise: Bill Gates kritisiert Umgang der US-Regierung

Microsoft-Gründer Bill Gates © AFP/Pachoud

Der US-Milliardär Bill Gates hat der US-Regierung schwere Versäumnisse im Umgang mit der Corona-Krise vorgeworfen.

„Gerade in den Vereinigten Staaten hatte das Testen nicht die nötige Priorität“, sagte der Mitgründer des Technologiekonzerns Microsoft der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe).

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Gates, der sich mit seiner Stiftung unter anderem im Kampf gegen das Coronavirus engagiert, bemängelte, dass die Regierung in Washington keine klaren Anweisungen bei der Frage der Lockerung von Restriktionen im öffentlichen Leben gebe. Er beklagte zudem, dass die USA sich heute weniger an der Entwicklung globaler Lösungsansätze rund um den Gesundheitsnotstand beteiligten, als dies früher der Fall gewesen sei.

Dagegen lobte er die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die versuche, „eine Führungsfigur und eine klare Stimme“ in Deutschland zu sein, gleichzeitig aber auch mit Ländern wie Frankreich globale Anstrengungen forciere.

Die Kritik von Gates an der US-Regierung ist ungewöhnlich deutlich. Normalerweise schlägt er gegenüber Politikern diplomatische Töne an, auch gegenüber Präsident Donald Trump. Gates hatte aber schon dessen Entscheidung kritisiert, der Weltgesundheitsorganisation WHO Zahlungen zu verweigern.

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