Corona-Krise: EU-Länder wollen sich über Militäreinsatz austauschen

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen sich die EU-Staaten stärker über Einsatzmöglichkeiten der nationalen Armeen austauschen.

Es gehe darum, zu untersuchen, wie die Expertise des Militärs in der EU noch besser genutzt werden könne, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Montag nach einer Videokonferenz mit den Verteidigungsministern der 27 EU-Länder.

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Informationen und Erfolgsrezepte, „best practice“, könnten miteinander geteilt werden. Schon jetzt gebe es in der Corona-Krise bemerkenswerte Beispiele für den Einsatz der Armeen, sagte Borrell. Sie bauten Krankenhäuser in Rekordzeit, unterstützen die Polizei oder böten Transportmöglichkeiten.

In Deutschland unterstützen 15.000 Soldaten den Kampf gegen die Pandemie, in Polen seien es 9.000. Aber auch grenzüberschreitend seien die Militärs im Einsatz. So hätten rumänische Kräfte 90 Tonnen medizinischen Materials aus Südkorea geholt.

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Tschechien habe Ausrüstung nach Spanien und Italien gebracht. „All diese Arbeit ist äußerst wichtig.“

Eine Arbeitsgruppe, die im Auswärtigen Dienst der EU angesiedelt wäre, könnte Borrell zufolge prüfen, welche Möglichkeiten für die Armeen bestehen. Beschlossen ist eine solche Arbeitsgruppe allerdings noch nicht. Es werde keine Überschneidungen mit der NATO geben, sagte Borrell.

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