Corona-Krise fordert Familien bei Kinderbetreuung und finanziell

34 Prozent befürchten Verschlechterung der Lebenslage – Männer sehen Zukunft positiver entgegen – Kommende Monate bleiben herausfordernd

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Die Corona-Krise hat in den oö. Familien tiefe Spuren hinterlassen. Die größten Herausforderungen waren Schul- und Kindergartenschließungen aber auch finanzielle Einbußen durch den Jobverlust, sagten die Landsleute in einer am Dienstag von Familien-Referent LH-Stv. Manfred Haimbuchner präsentierten IMAS-Umfrage.

Die Situation bleibt herausfordernd, der Lockdown im Frühjahr hat aber auch mehr gemeinsame Zeit für die Familien gebracht.

Zwei Fünftel der oö. Familien mit Kindern in Alter von zwei bis 16 Jahren gehen davon aus, dass ihre wirtschaftliche Lage gleich bleibt, 34 Prozent glauben an eine Verschlechterung, 22 Prozent an eine Verbesserung.

Väter sehen die Lage tendenziell etwas besser, als Mütter. Das rühre auch daher, dass 85 Prozent der durch das Virus bedingten Arbeitslosen Frauen sind.

Wirtschaftliche Erholung frühestens 2022

Jeder Dritte rechnet mit einer wirtschaftlichen Erholung in Oberösterreich frühestens 2022, 17 Prozent hoffen auf das erste Halbjahr 2021.

Mütter und Eltern mit höherer Bildung schätzten die ersten Monate der Corona-Krise überdurchschnittlich häufig als herausfordernd ein, neben der Kinderbetreuung – die Großeltern fielen als große Stütze weg – wurden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Schulaufgaben, die Vermeidung sozialer Kontakte und die Angst vor einer Erkrankung genannt.

Rund drei von fünf oö. Eltern fühlen sich zumindest einigermaßen stark in ihrem Haushaltsbudget eingeschränkt, 18 Prozent sehr stark, nur 14 Prozent haben keine krisenbedingten finanziellen Einschränkungen.

Die Hälfte der Familien, die 2019 auf Urlaub waren (70 Prozent), haben heuer keinen gemacht. 54 Prozent waren auf Tagesausflügen.

Rund ein Viertel der Oberösterreicher sehen die Krise als Chance für ein besseres und bewussteres Leben.

„Familien brauchen ein staatliches Bekenntnis als Kern der gesellschaftlichen Stabilität und ein faires Pensionssystem“, resümiert Haimbuchner.

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