Corona-Krise: Kirchen in Deutschland bleiben vorerst geschlossen

In Deutschland soll an dem wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Versammlungsverbot in Gotteshäusern erst einmal noch festhalten werden.

„Im Moment gibt es noch keinen Anlass, das zu verändern“, sagte ein Sprecher des deutschen Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin.

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Am kommenden Freitag werde Innen-Staatssekretär Markus Kerber mit den Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften aber ein Gespräch führen. Dabei werde es auch um Voraussetzungen für mögliche Lockerungen der Gotteshäuser betreffenden Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung gehen.

Zur Teilnahme an dem Gespräch seien Vertreter der Katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche, der Orthodoxen Bischofskonferenz, des Zentralrats der Juden sowie des Koordinierungsrats der Muslime eingeladen.

Mit Blick auf den islamischen Fastenmonat Ramadan, der in der kommenden Woche beginnt, sagte der Sprecher, die notwendigen Maßnahmen zur Begrenzung der Infektionszahlen hätten die Christen rund um Ostern vor große Herausforderungen gestellt. Das gelte ebenso für das Pessachfest der Juden und nun auch für den Ramadan.

In Deutschland gehören derzeit etwa 28 Prozent der Bevölkerung der römisch-katholischen und 25 Prozent der Evangelischen Kirche an. Die Zahl der Muslime liegt bei rund 5 Prozent, die der Juden bei 0,1 Prozent. 38 Prozent sind nach Angaben der Forschungsgruppe Weltanschuaungen (fowid) ohne Religionszugehörigkeit.

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