Corona-Krise: „Kleines deutsches Eck“ öffnet für Pendler wieder

Für Pendler über das „kleine deutsche Eck“ soll es ab morgen, Mittwoch (22. April), Erleichterungen geben. Das deutsche Innenministerium hat zugesagt, den Korridor für alle Berufspendler zu öffnen. Bisher durften nur Schlüsselkräfte passieren, und auch dies hing in der Realität vom jeweiligen Polizisten am Grenzbalken ab. Auch Linienbusse dürfen die Route wieder befahren.

Ab morgen soll der Grenzübertritt auf der Strecke Unken-Bad Reichenhall-Salzburg mit einer Pendlerbescheinigung bei der Ausreise und bei der Wiedereinreise ungehindert möglich sein, teilte das Land Salzburg am Dienstag in einer Aussendung mit.

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Bisher mussten – seit Wiedereinführung der Grenzkontrollen wegen der Coronakrise – Pendler den weiten Umweg über das Salzachtal nehmen. Schlüsselkräfte durften zwar in der Theorie passieren, tatsächlich kam es aber auch dabei gelegentlich zu Rückweisungen, was von der Entscheidung des jeweiligen Grenzpolizisten abhing.

„Von deutscher Seite wurde uns zugesagt, dass die neue Übereinkunft auch tatsächlich zur Anwendung kommt“, sagte ein Sprecher von Verkehrslandesrat Stefan Schnöll zur APA.

Gleichzeitig wurde vereinbart, dass auch die Regionalbusse der Linie 260 Salzburg-Bad Reichenhall-Zell am See wieder über die Grenze fahren dürfen, allerdings ist auf deutschem Gebiet kein Aus-und Einsteigen möglich. „Damit bieten wir für die Pendler auch wieder öffentlichen Verkehr ohne große Umwege an“, so Schnöll.

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