Corona-Krise: Warteschlage im Vatikan vor Petersdom

In Italien sind am Montag wieder Gottesdienste mit Gläubigen aufgenommen werden. Nach der Frühmesse des Papstes im Petersdom zu Ehren des 100. Geburtstags von Johannes Paul II. (1920-2005) standen Pilger vor dem Eingang der größten Kirche der Welt Schlange.

Dabei wurde der Abstand berücksichtigt. Einige Pilger beteten kniend. Der Petersplatz war seit dem 10. März geschlossen.


Auch in den meisten römischen Pfarren wurden die Gottesdienste wieder aufgenommen, die seit Beginn des Corona-Lockdowns nicht mehr mit Pilgern zelebriert werden durften. Der Mailänder Dom öffnete am Montag Gläubigen seine Tore.

Die erste Messe wurde um 08.00 Uhr mit circa 30 Gläubigen gefeiert. Die meisten Pilgern trugen nicht nur Atemschutz, sondern auch Handschuhe. Auch die Markusbasilika in Italien wurde am Montag den Gläubigen wiedergeöffnet.

Laut den Regeln, auf die sich die Regierung in Rom mit der italienischen Bischofskonferenz geeinigt hat, soll nur eine beschränkte Zahl von Gläubigen Zugang zur Messe je nach Größe der Kirche haben. Die Kirchengebäude sollen besonders gründlich gereinigt werden. Gläubige müssen Atemschutz tragen. Am Eingang der Kirche wird Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Beim Austeilen der Kommunion muss der Priester Handschuhe tragen. Der Friedensgruß fällt aus. Die Zahl der mitzelebrierenden Priester wurde auf ein Minimum reduziert. Falls die Zahl der Teilnehmer die Höchstzahl deutlich übersteigt, soll eine zusätzliche Messe angeboten werden.

Zwar kann ein Organist den Gottesdienst begleiten, allerdings ohne Chor. Auf Gebetsbücher soll verzichtet werden. Kollekte sollen nicht während der Messe eingesammelt werden. Weihwasserbecken sollen leer sein. Die Beichten sollen in offenen und gut belüfteten Räumlichkeiten stattfinden. Nach jedem Gottesdienst sind Sakristei und liturgische Geräte zu desinfizieren

Diese Maßnahmen gelten auch für Taufen, Hochzeiten, Krankensalbungen und Beerdigungen. Firmungen werden nach wie vor verschoben. Weiterhin empfohlen wird das Video-Streaming von Gottesdiensten.

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