Corona pusht E-Auto-Vertrieb in Europa

Der Boom der E-Mobilität wird sich – entgegen dem Gesamttrend – in China und Europa durch die Corona-Rettungspakete und Infrastrukturinvestitionen noch beschleunigen; allerdings stagniert die USA.

Dort werden Verbrenner wieder attraktiver, da der sinkende Rohölpreis die Gesamtkostenrechnung zu Gunsten klassischer Fahrzeuge kippt, so eine aktuelle Studie von McKinsey.

Den Marktanteil der E-Autos schätzt McKinsey für das Jahr 2022 in Europa mit zwölf bis 15 Prozent ein. In zwei Jahren werden in Europa zwischen zwei Millionen und 2,9 Milionen E-Autos verkauft werden.

In China – dem weltgrößten Markt für Elektroautos – werden dann etwa 14 Prozent der Pkw rein elektrisch unterwegs sein, in den USA zwischen drei und sechs Prozent. Geprägt wird hier wie dort die Entwicklung von der Politik, denn laut Studie werden nach der kritischsten Phase der Pandemie die Behörden „wahrscheinlich ihren Einfluss auf die Mobilität erhöhen“ – etwa in Form von Kaufanreizen oder Steuererleichterungen für E-Autos.

Laut Studie werde die Fokussierung der Industrie auf Elektrofahrzeuge wahrscheinlich überleben und sich in gewissen Regionen vielleicht sogar intensivieren. Allerdings werden die Hersteller andere technologische Investitionen einstellen oder neu priorisieren müssen, so die Studienautoren.

Beschleunigt wurden wegen der Krise auch die Digitalisierung von Kernprozessen und Vertriebskanälen bei den Autoherstellern; auch die Konsolidierung der Branche könnte nun schneller vonstatten gehen.

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