Corona-Todesfälle: Trauriger Höchstwert in Oberösterreich

14 Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 – mehr als je an einem Tag zuvor – sind am Donnerstag in Oberösterreich gemeldet worden. Die Betroffenen waren zwischen 69 und 95 Jahre alt. Die Zahl der Infizierten im Bundesland stieg um 1.540 auf 9.822.

Über 25.000 Personen sind in Quarantäne. Besonders stark betroffen sind die Altersheime: In diesen Einrichtungen waren 298 Mitarbeiter sowie 306 Bewohner erkrankt.

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Die Lage in den Spitälern ist angespannt: Stand Donnerstagmittag lagen 593 Covid-19-Patienten auf Normalstationen. Ausweichquartiere sind in Planung, eine Entscheidung über Standorte war am Donnerstag aber noch offen. Während der ersten Welle hatte das Land 595 zusätzliche Spitalsbetten etwas in Gäste- oder Bildungshäusern für Erkrankte, die keine Intensivbetreuung brauchen, aufgestellt. Diese wurden damals aber nicht gebraucht.

Immer voller wird es auf den Intensivstationen, wo derzeit 71 Corona-Patienten behandelt werden. Laut AGES-Dashboard waren am Donnerstag im Bundesland noch 62 Intensivbetten frei. Zuletzt hatte es in Oberösterreich geheißen, es gebe 243 Intensivbetten, die Zahl könne auf 270, 358 und in einem dritten Schritt sogar auf 420 aufgestockt werden. Knackpunkt könnte allerdings das Personal sein.

Aufstockung des Contact Tracings

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An die Grenzen kommt man auch beim Contact Tracing. Aktuell sind über 200 Personen an den oberösterreichischen Bezirkshauptmannschaften mit der Kontaktpersonen-Nachverfolgung befasst. Das Land hat bereits einen Pool von 72 Mitarbeitern eingerichtet, die die Bezirksbehörden unterstützen. Dieser Pool wird kommende Woche auf insgesamt 180 Mitarbeiter aufgestockt. Dafür werden sowohl über Landesbedienstete als auch Angehörige des Bundesheeres und extra angestellte externe Helfer herangezogen.

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