Corona, Ukraine-Krieg, Pflege: Rotes Kreuz wird immer mehr gebraucht

22.590 Freiwillige leisteten im Vorjahr in OÖ rund drei Mio. Stunden – Aichinger: „Ehrenamtliche dürfen keine persönlichen Nachteile erfahren“

Alleine in Oberösterreich ist das Rote Kreuz rund 6000 Mal pro Tag im Einsatz, um Menschen zu helfen.

Die großen Herausforderungen des Vorjahres zeigen: „Das Rote Kreuz wird immer mehr gebraucht. Rund drei Millionen Stunden leisteten die 22.590 freiwilligen Mitarbeiter“, zieht Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger jetzt Bilanz.

Freiwilliges Engagement ist systemrelevant

Mit ihrem Engagement stellen sie Leistungen sicher, die es sonst nicht gäbe: Etwa 40 Prozent aller Rettungs- und Krankentransporte werden von Freiwilligen erbracht. „Ihr Engagement ist systemrelevant, aber alles andere als selbstverständlich“, meint Aichinger und erinnert an die laufend neuen Aufgaben.

So seien es die überwiegend freiwilligen Mitarbeiter, die sich um Ukraine-Flüchtlinge kümmern. Die Ehrenamtlichen waren an mehr als 1,1 Mio. Corona-Schutzimpfungen beteiligt und transportierten seit März 2020 rund 36.000 an Covid-19 erkrankte Patienten ins nächste Spital.

Weiters betreute das Rote Kreuz im Land ob der Enns rund 14.000 Personen mit der Mobilen Pflege und absolvierte 838.000 Hausbesuche. Zudem lieferten die Freiwilligen „Essen auf Räder“- Mitarbeiter mehr als 918.700 Portionen aus.

Um die hohe Qualität der Leistungen langfristig zu sichern, gelte es, das Ansehen des freiwilligen Engagements sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. „Wer sich ehrenamtlich für unsere Gesellschaft engagiert, darf keine persönlichen Nachteile erfahren“, betont Aichinger.

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